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Asamoahs Erfolgsrezept: „Du musst immer an dich glauben – und nie den Spaß verlieren“

Gerald Asamoah (38) hat als Manager der U-23-Mannschaft von Schalke 04 jeden Tag mit hoffnungsvollen Nachwuchsspielern zu tun. Jetzt hatten 40 Neuntklässler aus dem gesamten Ruhrgebiet die Chance, den früheren Nationalspieler im Trainingszentrum auf Schalke zu treffen. Die Jugendlichen sind Teilnehmer des Ferienprojekts TalentCamp Ruhr, das von der TalentMetropole Ruhr des Initiativkreises und dem Verein Durchstarten organisiert wird. Bereitwillig beantwortete Asamoah alle Fragen nicht nur zum Fußball. Sein grundsätzlicher Rat an die Jugendlichen: Setzt euch Ziele, aber verliert niemals den Spaß. Im Interview spricht der frühere Nationalspieler über Talent, seine Förderer, das Ruhrgebiet – und sein Lachen.

Gerald Asamoah, was ist Ihr größtes Talent?
Natürlich ist Fußball ein großes Talent von mir – und vielleicht mein Lachen (lacht). Außerdem bin ich jemand, der nie aufgibt und alles tut, um seine Ziele zu erreichen.

Wie schafft man im Profifußball den Durchbruch?
Um den Durchbruch zu schaffen, musst du immer an dich glauben. Dabei darfst du aber nie den Spaß an der Sache verlieren, das ist extrem wichtig.

Wer ist oder war der größte (Talent-)Förderer in Ihrem Leben?
Es gab viele Menschen, die mich in dieser Hinsicht begleitet haben. Für einen Spieler ist ein Talentförderer ein Trainer, der immer noch mehr aus dir herausholt. In meinen jungen Jahren auf Schalke war Huub Stevens so eine Person, die mich mit ihrer Art und Weise, ihrer Persönlichkeit weitergebracht hat.

Nicht bei allen jungen Menschen läuft es rund. Manche brechen die Schule ab, manche haben Probleme bei der Berufsausbildung oder im Studium. Haben Sie einen Rat für sie?
Jeder muss in sich gehen, in sich hineinhören und fragen: Was will ich im Leben erreichen? Was sind meine Ziele? Jeder sollte ein Ziel haben und an die Sache, die man sich aussucht, mit Spaß herangehen. Dann kann man vieles erreichen.

Was bedeutet Ihnen das Ruhrgebiet?
Sehr viel! Ich bin als junger Spieler damals aus Hannover ins Ruhrgebiet gekommen und habe direkt diese Herzlichkeit der Menschen, die hier leben, gespürt. Deswegen habe ich nicht mehr daran gedacht, hier wieder wegzuziehen.

Sie haben eine eigene Stiftung gegründet und unterstützen herzkranke Kinder. Was möchten Sie mit Ihrem Engagement bewegen?
Mir liegt es am Herzen, mich mit etwas zu engagieren, das mit meiner eigenen Geschichte zu tun hat. Als junge Spieler hat ein Herzfehler meine Karriere bedroht, letztlich konnte ich trotz der Krankheit aber doch Fußballprofi werden. Ich wollte mit meiner Stiftung einfach etwas zurückgegeben von dem Glück, das mir widerfahren ist. Ich möchte zeigen, dass man immer an seine Träume glauben, dass man nicht aufgeben soll. Mit meiner Stiftung möchte ich herzkranken Kindern das Lachen zurückgeben. Das ist mir unglaublich wichtig.

Mehr zum Bildungsprojekt TalentCamp Ruhr finden Sie hier.