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Klavier-Festival Ruhr 2017 stimmungsvoll gestartet

Die Musik der „beiden Amerikas“ steht im Mittelpunkt des Klavier-Festivals Ruhr 2017. Das in seiner Art einzigartige Pianistentreffen ist das kulturelle Leitprojekt des Initiativkreises Ruhr. Es holt noch bis zum 20. Juli Künstler von internationalem Rang in die Region.

Christina und Michelle Naughton beim Eröffnungskonzert des Klavier-Festivals Ruhr 2017 im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum. (Foto: Peter Wieler/KFR)

Mit einem umjubelten Konzert haben das amerikanische Klavierduo Christina und Michelle Naughton im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum das Klavier-Festival Ruhr 2017 eröffnet. Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG und Schirmherr des Festivals 2017, betonte in seiner Eröffnungsrede, das Klavier-Festival Ruhr habe sich nachhaltig zu einem kulturellen Leuchtturm des Ruhrgebiets entwickelt, der weit über seine Grenzen hinaus strahlt: „Als Manager und überzeugter Bürger des Ruhrgebiets ist es meine tiefe Überzeugung, dass wir solche markanten Aushängeschilder und Erfolgsgeschichten benötigen, um für die Lebendigkeit und Leistungsfähigkeit unserer Region zu werben. Genau so zahlt das Klavier-Festival Ruhr auf die Gründungs-Idee des Initiativkreises Ruhr ein. Auch aus diesem Grund hat der Evonik-Vorstand die Entscheidung getroffen, sich anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Evonik Industries AG erstmalig als Hauptsponsor 2017 für das Klavier-Festival Ruhr zu engagieren. Persönlich ist es mir eine besondere Freude, es als Schirmherr zu begleiten. So wünsche ich dem Festival und allen daran Beteiligten in den kommenden Wochen viel Erfolg.“

Bis zum 20. Juli stehen 69 Veranstaltungen auf 36 Podien in 22 Städten Nordrhein-Westfalens auf dem Programm. 25 Konzerte sind bereits ausverkauft, freut sich Intendant Franz Xaver Ohnesorg. Im Mittelpunkt des weltgrößten Festivals der Klaviermusik steht in diesem Jahr „The Americas“. Hierzu  erläutert Intendant Franz Xaver Ohnesorg: „Wir setzen diesen Akzent, weil die zutiefst humanistische Haltung vieler amerikanischer Musiker mein Bild von den USA weit mehr geprägt hat, als die Ereignisse der letzten Monate. Zudem lohnt es sich, auch den Schatz südamerikanischer Klaviermusik zu heben, zum Beispiel mit Werken von Alberto Ginastera, Heitor Villa-Lobos und Astor Piazzolla.“

Einblicke in die reiche Vielfalt amerikanischer Musik
Ein weiterer Anlass für den Schwerpunkt ist der 80. Geburtstag des Komponisten Philip Glass, der am 12. Juli gemeinsam mit den Pianisten Dennis Russell Davies und Maki Namekawa mit dem Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2017 ausgezeichnet wird. Auch in diesem Jahr treten beim Festival wieder international renommierte Pianisten auf und widmen sich neben den Werken klassischer Meister der Klavierliteratur der Neuen Welt. Über 60 Werke amerikanischer Komponisten geben Einblick in die reiche Vielfalt amerikanischer Musik – von Klassikern wie Charles Ives und George Gershwin bis hin zu Leonard Bernstein.

Zu den Höhepunkten zählen die Aufführungen der beiden bedeutenden Klaviersonaten von Charles Ives durch Tamara Stefanovich (10. Mai, Essen) und Pierre-Laurent Aimard (12. Mai, Duisburg), der Abend mit dem südamerikanischen Pianisten Nelson Freire (17. Mai, Bochum) und die Aufführung aller neun Klaviersonaten Sergej Prokofjews durch Olli Mustonen in der Stadthalle Mülheim (12. und 13. Juni). In Duisburg gibt am 22. Mai der in den USA gefeierte Pianist Jeremy Denk sein Debüt beim Klavier-Festival Ruhr. In Dortmund sind am 1. Juni Khatia Buniatishvili und am 27. Juni Sir András Schiff im Konzerthaus zu erleben. In Essen spielen am 21. Juni der als Chopin-Interpret hoch geschätzte Rafa? Blechacz und am 10. Juli die weltbekannte Hélène Grimaud gemeinsam mit dem Cellisten Jan Vogler.

Michel Camilo eröffnet am 9. Mai JazzLine in Gelsenkirchen
Einen Schwerpunkt des Festivals bildet in diesem Jahr Wuppertal mit vier Konzerten, beginnend am 28. Juni in der Historischen Stadthalle mit der Interpretation des mitreißenden Concerto in F von George Gershwin durch Jean-Yves Thibaudet (Klavier), Pietari Inkinen (Dirigent) und das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele. In Recklinghausen spielt am 30. Juni Anna Vinnitskaya mit dem WDR Sinfonieorchester Köln beide Klavierkonzerte von Dmitri Schostakowitsch. Mit acht Konzerten nimmt der Jazz erneut eine prominente Rolle im Programm des Klavier-Festivals ein. Die JazzLine eröffnet Michel Camilo mit dem Gitarristen Tomatito schon am Dienstag, 9. Mai im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen. Am 15. Juli wird in dieser Reihe der erst 13-Jährige Joey Alexander sein Debüt im Grillo Theater Essen geben.

Karten für alle Konzerte sind telefonisch unter der Hotline (01806) 500 80 3 erhältlich (0,20 € pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobil max. 0,60 € pro Anruf) oder können im Internet gebucht werden.

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