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9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr - Logistik als Konjunkturmotor

Der Logistikstandort Metropole Ruhr wächst. Beim Verkehrsgipfel in Duisburg ging es darum, wie Wirtschaft, Menschen und Umwelt von diesem Wachstum profitieren können.

9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr (Foto: wmr) Sprachen über die Mobilität der Zukunft (v.l.): Rasmus C. Beck, Vorsitzender der wmr-Geschäftsführung, Dirk Opalka, Geschäftsführer Initiativkreis Ruhr GmbH, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Ulrike Höffken, Logistik-Leiterin von thyssenkrupp Steel Europe, sowie Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen (Foto: wmr).

9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr (Foto: wmr) NRW-Verkehrsminister Michael Groschek sprach das Eingangsstatement (Foto: wmr).

9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr (Foto: wmr) Emile Hoogsteden, Direktor Container, Breakbulk und Logistik Port of Rotterdam (Foto: wmr)

9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr (Foto: wmr) Sprachen über die Mobilität der Zukunft (v.l.): Rasmus C. Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, Dirk Opalka, Geschäftsführer Initiativkreis Ruhr GmbH, Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, und Moderator Jürgen Zurheide (Foto: wmr).

9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr (Foto: wmr) Dr. Arthur van Dijk, Präsident Transport en Logistiek Nederland, Zoetermeer (Foto: wmr)

9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr (Foto: wmr) Im Gespräch (v.l.): Ulrike Höffken, Leiterin Logistik thyssenkrupp Steel Europe AG, Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Jürgen Zurheide, Michael Groschek, Emile Hoogsteden und Dr. Arthur van Dijk (Foto: wmr).

9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr (Foto: wmr)

9. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr (Foto: wmr)

Mit rund 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gehört die Logistik zu den Konjunkturmotoren der Metropole Ruhr. Das Wachstum im Handel und Transport bedeutet jedoch auch mehr Verkehr – und damit verbunden neue Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur sowie Auswirkungen für Bewohner und Umwelt im drittgrößten Ballungsraum Europas. Wie dem zu begegnen ist und sich die Wirtschaft dennoch weiterentwickeln kann, diskutierten heute über 220 Experten auf der 9. Verkehrsfachtagung Mobilität in Duisburg.  

Die Veranstaltung von Initiativkreis Ruhr, den Industrie- Handelskammern des Ruhrgebiets und der Wirtschaftsförderung und metropoleruhr GmbH (wmr) nannte konkrete Lösungsansätze, wie etwa die Ausweitung der Lkw-Navigation unter anderem auf Werksgelände. Das Konzept der kommunal definierten Vorrangrouten für Lkw entstand auf der Verkehrsfachtagung 2010 und wird mittlerweile in 41 Städten in der Metropole Ruhr umgesetzt. Ab 2017 sollen auch Lkw im Rheinland über bestimmte Strecken gelotst werden, um so Staus, Feinstaub und Lärmbelastung zu reduzieren. „Dass unser erfolgreiches Projekt jetzt auch in anderen Regionen und Unternehmen ausgerollt wird, zeigt seine Marktfähigkeit. Es unterstreicht zudem das Potenzial regionaler Kooperationsprojekte“, sagt Rasmus C. Beck, Vorsitzender der  Geschäftsführung der wmr.

thyssenkrupp als Pilot-Partner für Lkw-Projekt
Die Stahlsparte von thyssenkrupp ist Pilot-Partner des Projekts für die Anwendung auf dem Betriebsgelände. „Jeden Tag fahren über 2.000 Laster durch unsere Haupttore in Duisburg. Die Lkw-Navigation soll dabei helfen, dass die Fahrer ihre Ladestelle auf unserem fast zehn Quadratkilometer großen Werkgelände schneller finden. Dadurch machen wir die Abwicklungsprozesse effizienter und verkürzen die Wartezeiten. Das hilft den Spediteuren, der Verkehrssituation im Umfeld und der Umwelt  im benachbarten Stadtquartier“, sagt Ulrike Höffken, die Logistik-Leiterin von thyssenkrupp Steel Europe. Für die Spediteure bedeutet das: eine Optimierung der Umläufe, weniger Schadstoffausstoß und eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit.

Um die Entwicklungschancen und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Metropole Ruhr zu sichern, sei auch ein ausreichendes Angebot an gewerblich nutzbaren Flächen, darunter auch Logistikflächen, vorzuhalten, forderte Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der in diesem Jahr unter den Ruhr-IHKs federführenden IHK Nord Westfalen. „Die Region lässt große Chancen verstreichen, wenn Betriebe vor Ort keinen Raum für die Weiterentwicklung haben und neuen Unternehmen keine Möglichkeit zur Ansiedlung gegeben wird. Wir benötigen eine ergebnisorientierte Flächenpolitik, die Ansprüche von Gewerbe und Naturschutz angemessen berücksichtigt“, forderte Hüffer.

Ziel: Intelligente Steuerung von Straßen, Schienen und Brücken
Zudem haben die Teilnehmer Konzepte für die Planung und Koordinierung von Baustellen thematisiert. „Die angekündigten Milliarden für die Verkehrsinfrastruktur in NRW sind dringend nötig“, sagt Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH. „Für diese Investitionen hat sich unser Wirtschaftsbündnis im Rahmen der gemeinsamen Ruhrgebietsinitiative von Bundeswirtschaftsministerium, Landesregierung und Initiativkreis Ruhr stark gemacht. Der neue Bundesverkehrswegeplan lenkt endlich Geld in die Region. Bei der Ertüchtigung von Straßen, Schienen und Brücken kommt es auf intelligente und effiziente Steuerung an – damit aus dem ‚Jahrzehnt der Baustellen‘, das uns laut NRW-Verkehrsminister Michael Groschek bevorsteht, nicht ein ‚Jahrzehnt der Staus‘ wird.