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Starke Industrie braucht modernes und wettbewerbsfähiges Umfeld

Das Handlungspapier formuliert drei Kernforderungen für die Rhein-Ruhr-Region.

  • Unternehmensbündnis fordert Investitionen in Mobilität, Logistik und Stadtviertel
  • Aktionspapier benennt konkrete Handlungsschwerpunkte
  • Moderator Klaus Engel: Ein starkes Ruhrgebiet stärkt Deutschland

Führende Unternehmen der deutschen Wirtschaft machen sich mit Nachdruck stark für neue Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit der Rhein-Ruhr-Region als einem der größten Ballungsräume Europas. „Starke Industrie braucht modernes Umfeld“ ist der Titel eines Handlungskonzepts, das ein Schwerpunktthema bei der Vollversammlung des Initiativkreises Ruhr am 8. November 2014 in Essen war. Mit 67 Unternehmen, die für einen globalen Umsatz von 630 Milliarden Euro und rund 2,25 Millionen Beschäftigten stehen, ist der Initiativkreis Ruhr eines der bedeutendsten regionalen Wirtschaftsbündnisse Deutschlands.

Initiativkreis-Moderator Klaus Engel verwies auf die Stärken des Ruhrgebiets als einer wichtigen Industrieregion in Europa. Er mahnte aber: „Intakte Verkehrswege und zeitgemäße Infrastruktur, moderne Stadtviertel und leistungsstarke Logistik sind dabei Grundlagen für wirtschaftlichen Erfolg. Hier muss auch die öffentliche Hand handeln.“ Einen deutlichen Anstoß dafür will der Initiativkreis mit dem Handlungsplan geben. Engel versprach den Mitgliedern: „Dieses Papier enthält konkrete Vorschläge, Schritte und Konzepte, die ich in Berlin und Düsseldorf adressieren werde.“

Im Konzept heißt es über das Ruhrgebiet unter anderem: „Das industrielle Zentrum Deutschlands gerät in Gefahr, wenn die Infrastruktur und das Umfeld den modernen Anforderungen nicht mehr genügen und ganze Stadtviertel unter stetigem Niedergang leiden.“ Und: „Um dem Aufbau Ost eine erfolgreiche Modernisierung des Ruhrgebiets folgen zu lassen und damit die Industrie der Region als Kraftpaket der deutschen Wirtschaft zu erhalten und zu stärken, braucht das Ruhrgebiet dringend Investitionen: in die Verkehrsinfrastruktur, in ein hoch modernes Umfeld aus Logistik und Mobilität und in nachhaltige Konzepte zur Standort- und Quartiersentwicklung.“

Evonik-Vorstandschef Engel bekräftigte Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sie anlässlich des bevorstehenden 25. Jahrestags des Mauerfalls gemacht hatte: „Wir haben heute die blühenden Landschaften, von denen Helmut Kohl damals gesprochen hat.“ Die neuen Länder hätten „durch unglaubliche Hilfe aus den alten Bundesländern“ aufholen können. Engel dazu: „Jetzt ist es Zeit, dass die Bedürfnisse weiterer Regionen in Westdeutschland wieder stärker in den Fokus rücken. Das gilt insbesondere für das Ruhrgebiet als dem industriellen Herz Deutschlands. Ein starkes Ruhrgebiet stärkt Deutschland. Das ist eine nationale Gemeinschaftsaufgabe.“

Engel weiter: „Das Ruhrgebiet ist eine immer intensiver beanspruchte internationale Warendrehscheibe. Staus und Umleitungen kosten nicht nur Tausenden Pendlern täglich Nerven. Sie bremsen auch das wirtschaftliche Wachstum aus, das Arbeitsplätze sichert und neue schafft. Wir brauchen jetzt eine gezielte Sanierung zunehmend maroder Straßen und Brücken. Wir brauchen genauso Investitionen in die innovative Daten-Infrastruktur. Sonst bleibt die Wettbewerbsfähigkeit einer ganzen Region auf der Strecke.“

Das Handlungspapier formuliert drei Kernforderungen für die Rhein-Ruhr-Region:

  1. Wir brauchen Investitionen in moderne Mobilität.
  2. Wir brauchen Investitionen in international leistungsfähige Logistik.
  3. Wir brauchen Investitionen in attraktive Stadtviertel und Quartiere.

Der Initiativkreis Ruhr zeigt Lösungen auf und bietet an, sich aktiv an einem gemeinsam mit der Politik aufzustellenden „Handlungsplan Ruhr“ zur Modernisierung der Region zu beteiligen. Er unterstützt dabei die gerade vom Bundesrat beschlossene Initiative der Länder Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen zur Finanzierung der notwendigen Sanierung der Verkehrsinfrastruktur. Er bietet an, sein Know-how in die Entwicklung von Industriebrachen zu leistungsfähigen und international vernetzten Logistikflächen einzubringen. Und er bietet an, die Erfahrungen seines erfolgreichen Leitprojektes InnovationCity Ruhr weiteren Städten und Kommunen im Zuge eines partnerschaftlichen Prozesses zur Verfügung zu stellen.

Das Konzept „Starke Industrie braucht modernes Umfeld” finden Sie hier als Downloadlink