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Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für ein erfolgreiches Ruhrgebiet

Neue Kooperationspartner (von links): Dr. Thomas A. Lange, Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr, Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität Dortmund, Professor Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, und Bernd Tönjes, Moderator des Initiativkreises Ruhr. (Foto: IR)

  • Initiativkreis Ruhr und Universitätsallianz Ruhr schließen Kooperationsvereinbarung
  • Unternehmensbündnis nimmt die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen in seinen Kreis auf
  • Moderator Bernd Tönjes: Von diesem engen Schulterschluss profitiert die gesamte Region

Der Initiativkreis Ruhr und die drei großen Universitäten im Ruhrgebiet bauen ihre Zusammenarbeit deutlich aus: „Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für ein erfolgreiches Ruhrgebiet“ ist der Titel einer Kooperationsvereinbarung, die der Initiativkreis Ruhr und die drei Universitäten der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) am heutigen Samstag, 26. November, bei der Vollversammlung des Initiativkreises in Essen geschlossen haben. Zudem beschloss die Vollversammlung, die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen in ihren Kreis aufzunehmen.

Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität Dortmund, und Professor Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, sind damit neue Persönliche Mitglieder im Initiativkreis Ruhr. Insgesamt sind nun 74 Unternehmen und Institutionen im Initiativkreis Ruhr vertreten – so viele wie noch nie in der Geschichte des 1989 gegründeten Zusammenschlusses.

„Den Akteuren im Ruhrgebiet wird häufig eine mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit unterstellt“, sagt Bernd Tönjes, Moderator des Initiativkreises Ruhr. „Insbesondere auf dem Feld der Bildung wird immer wieder die Forderung nach einer stärkeren Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft laut. Umso mehr freue ich mich, dass der Initiativkreis Ruhr und die Universitätsallianz Ruhr einen engen Schulterschluss vollziehen. Er ist Beleg dafür, dass Wirtschaft und Wissenschaft eben nicht dem Denken in Kirch- und Elfenbeintürmen unterliegen.“

Gemeinsam das Profil des Ruhrgebiets stärken
„Durch Kooperationen wie das Programm RuhrFellows haben die UA Ruhr und der Initiativkreis Ruhr in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam das Profil des Ruhrgebiets erfolgreich stärken können“, erklären Professorin Gather sowie die Professoren Radtke und Schölmerich. „Wir wollen die Synergien nun ausweiten, sodass auch Gründerinnen und Gründer sowie Absolventinnen und Absolventen von der gebündelten Expertise profitieren.“

„Der Beitritt der Ruhrgebietsuniversitäten zum stärksten regionalen Wirtschaftsbündnis in Deutschland ist mehr als ein symbolischer Schritt“, betont Tönjes, der auch Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft ist. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass aus diesem intensiven Austausch gute Ideen, neue Impulse und konkrete Projekte entstehen, von denen Wirtschaft, Wissenschaft und damit die gesamte Region profitieren.“

Zusätzlich zu bestehenden Kooperationen – etwa im internationalen Stipendienprogramm RuhrFellows oder bei der Förderung von jungen Menschen im Rahmen der TalentTage Ruhr – vereinbaren Initiativkreis und Universitätsallianz, die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft mit weiteren gemeinsamen Aktivitäten und Projekten zu forcieren. Dazu bauen sie die Zusammenarbeit in drei zentralen Handlungsfeldern aus:

1. Intensivierung des Knowhow- und Technologietransfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft über hochkarätige Dialogformate:
Im Rahmen eines „CEO-Dialogs“ sollen regelmäßige Vortragsserien namhafter Unternehmensvertreterinnen und ?vertreter an den Fakultäten der Universitäten den Wissensaustausch intensivieren.

2. Ausbau sowie Förderung wissens- und technologiebasierter Gründungen:
In branchenspezifischen Ideenlaboren werden Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten und der Initiativkreis-Unternehmen in produktiver Werkstatt-Atmosphäre über Ideen und Bedarf für erfolgversprechende Innovationen diskutieren. Darüber hinaus wollen die Partner eine Plattform für den Dialog von Professorinnen und Professoren sowie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern etablieren. Dabei sollen unter anderem konvergierende Forschungsinteressen, Innovationspotenziale oder Gründungsideen diskutiert und im Idealfall in konkrete Projekte umgesetzt werden.

3. Austausch zwischen jungen Führungskräften der Wirtschaft sowie jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Programm der Global Young Faculty:
In der Global Young Faculty, einem gemeinsamen Programm des Mercator Research Center Ruhr, der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Ruhr, treffen sich herausragende, engagierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Ruhrgebiets, um gemeinsam an interdisziplinären Themen zu arbeiten. Die Global Young Faculty wird um junge Führungskräfte aus dem Kreis der Ruhr-Wirtschaft erweitert.

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