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Jugendliche aus 13 Städten entdeckten im TalentCamp Ruhr ihre Stärken

TalentCamp Ruhr 2019 (Foto: Initiativkreis Ruhr) Ihre Fähigkeiten entdecken und entfalten – das konnten die Jugendlichen im TalentCamp Ruhr 2019. (Foto: Initiativkreis Ruhr)

  • Kostenloses Ferienprojekt für 40 Schülerinnen und Schüler aus dem Ruhrgebiet
  • Treffen mit Paralympics-Athlet David Behre
  • Große Abschlussveranstaltung in der VELTINS-Arena

Entdecke deine Stärken – so lautete das Motto von 40 Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Ruhrgebiet, die vom 17. bis zum 26. Juli 2019 am TalentCamp Ruhr teilgenommen haben. In praxisorientierten Workshops konnten sie mit Gleichaltrigen aus verschiedenen Schulformen ihre Fähigkeiten entdecken und neue Talente entfalten – etwa beim „Upcycling“ ausrangierter Gegenstände oder beim Erstellen eines eigenen Hörspiels. Die Ergebnisse präsentierten die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren heute vor Eltern, Freunden und interessierten Besuchern in der VELTINS-Arena in Gelsenkirchen. Möglich machte das kostenlose Sommerferienprojekt die TalentMetropole Ruhr.

Hauptförderer des TalentCamp Ruhr 2019 sind die RAG-Stiftung und die Deutsche BP Stiftung. Weitere Partner sind die Westfälische Hochschule, das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) und die Stiftung Schalke hilft!.

„Das TalentCamp ist ein wichtiger Baustein der TalentMetropole Ruhr. Es macht den Jugendlichen Mut, stärkt ihr Selbstvertrauen und hilft ihnen auf dem Weg in eine Ausbildung oder in ein Studium“, sagt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung und Bildungsbeauftragte des Initiativkreises Ruhr. „Beim TalentCamp kommen junge Menschen aus allen Schulformen zusammen und zeigen eindrucksvoll, wie gut sie zusammenarbeiten können. Dabei stehen die unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen der Jugendlichen im Vordergrund. Es ist schön zu sehen, wie motiviert die Teilnehmer sind und mit welchem Engagement sie sich einbringen“, lobt Bergerhoff-Wodopia die Teilnehmer. Die TalentMetropole Ruhr ist das Leitprojekt Bildung des Initiativkreises Ruhr.

In der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und im benachbarten „Haus Heege“ hatten die Jugendlichen aus 13 Ruhrgebietsstädten zehn Tage volles Programm. Sie durften zwischen vier Talent-Workshops wählen: Beim „Pottcycling“ ging es darum, Designs zu entwickeln und ausrangierte Materialien und Gegenstände aufzuwerten und umzufunktionieren. Mit Kochlöffeln, Töpfen und jeder Menge Lebensmitteln hantierten die Teilnehmer im Workshop „Küchenpott“. Im Workshop „Grüner Pott“ ging es um Stadtbegrünung durch „Urban Gardening“ und „Vertical farming“. Soundliebhaber produzierten im „Pottcast“ ein eigenes Hörspiel, mit Einsatz von Musik, Geräuschen und ihren eigenen Stimmen.

Paralympics-Sieger gab Motivationstipps
Ein sportlicher Höhepunkt war das Treffen mit Leichtathletik-Star David Behre, der den Camp-Teilnehmern schon im vergangenen Jahr ein wertvoller Motivationstrainer war. Im Bochumer Olympiastützpunkt der TV Wattenscheid 01 gab er den Jugendlichen am Freitag, 19. Juli 2019, eine private Trainingsstunde auf der Tartanbahn. Sie waren sichtlich beeindruckt, wie schnell der 32-Jährige mit seinen High-Tech-Prothesen laufen kann. Behre verlor bei einem Unfall 2007 beide Unterschenkel und musste das Laufen neu lernen. Heute liegt seine persönliche Sprint-Bestzeit auf der 100-Meter-Strecke bei 11,23 Sekunden. Bei den Paralympischen Spielen 2016 gewann er Gold, Silber und Bronze. Die BP Europa SE unterstützt den Ausnahmesportler als ein Vorbild und Motivation für andere. Behres Botschaft an die TalentCamp-Teilnehmer: „Gebt niemals auf, seid auch mal anders, setzt euch ehrgeizige und trotzdem realistische Ziele. Wer an seinen Stärken arbeitet, ist immer auf dem richtigen Weg.“ Ein großes Ziel hat David Behre in seiner Karriere noch: Er möchte Gold bei den Paralympischen Spielen 2020 in Tokio gewinnen.

Geschäftsführerin Dr. Britta L. Schröder von der Stiftung TalentMetropole Ruhr lobt die Motivation der 40 Teilnehmer: „Die Jugendlichen haben in den Workshops und Freizeitangeboten eindrucksvoll bewiesen, dass jeder Mensch besondere Fähigkeiten hat. Genau dafür macht sich die TalentMetropole Ruhr stark. Das TalentCamp Ruhr 2019 hat auch eindrucksvoll gezeigt, wie Jugendliche mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten.“

Jugendliche aus folgenden Städten nahmen am TalentCamp Ruhr teil: Bochum, Bottrop, Datteln, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hamm, Herne, Moers und Mülheim an der Ruhr.

Das sagen die Teilnehmer selbst:

„Mein Highlight war es, vor dem gesamten Camp Klavier zu spielen. Vor so vielen Leuten habe ich mich das noch nie getraut.“
Amelie (15) aus Bochum

„Jeder Tag im TalentCamp Ruhr war besonders.“
Rodolfo (16) aus Dortmund

„Die Sprachaufnahmen im Workshop Pottcast haben mir Spaß gemacht. Und der Zusammenhalt im Camp war klasse.“
Sheyla (14) aus Dortmund

„Ich möchte gar nicht, dass es vorbei ist. Es war einfach eine schöne Zeit hier, und es sind so enge Freundschaften entstanden.“
Jason (16) aus Duisburg

„Das Treffen mit David Behre hat mir gezeigt, dass es im Leben immer weiter vorwärts geht und man nicht aufgeben sollte.“
Diyala (16) aus Essen

„Mir hat das Bouldern sehr gefallen. Ich habe es noch nie vorher ausprobiert, und es hat super viel Spaß gemacht.“
Dominika (15) aus Essen

„Nach unserem Besuch bei der Solidarischen Landwirtschaft kann ich mir vorstellen, ein Freiwilliges Soziales Jahr auf dem Bauernhof zu machen.“
Leon (16) aus Gelsenkirchen

„Im Botanischen Garten habe ich Pflanzen gesehen, die ich vorher noch nie in meinem Leben gesehen habe.“
Ismail (16) aus Herne

„Das TalentCamp Ruhr ist ein großartiges Ferienprojekt. Ich habe hier Freunde gefunden.“
Agatha (14) aus Moers

Fotos in druckfähiger Auflösung finden Sie hier.