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Gründerallianz Ruhr lädt Startups aus aller Welt zur dritten Runde des Data Hub ein


01. April 2020

Bereits zum dritten Mal ruft der Data Hub Ruhr Startups aus aller Welt auf, ihre Ideen für sieben neue, datenbasierte Anwendungsfälle von Partnerunternehmen aus der Ruhr-Region zu präsentieren. Teilnehmende Startups erhalten die Chance auf bis zu 20.000 Euro Preisgeld sowie eine dreimonatige Kooperation mit dem Partner. Bewerbungszeitraum ist vom 1. April bis 8. Mai 2020.

Von April an haben Startups weltweit erneut die Chance, spannende Unternehmen aus dem Ruhrgebiet als Kooperationspartner zu gewinnen. Der Türöffner: der Data Hub der Gründerallianz Ruhr. Das Prinzip ist so simpel wie effektiv: Etablierte Unternehmen definieren konkrete Fragestellungen, die sie mithilfe vorhandener Datensätze lösen wollen. Dafür werden weltweit die Startups mit den besten Lösungen gesucht, die ihre Idee in einer dreimonatigen Kooperation mit dem Unternehmen validieren können.

Sieben neue Herausforderungen suchen datenbasierte Lösungen
In der dritten Runde des Data Hub Ruhr suchen wieder starke Partner wie NetConnect Germany, RAG Aktiengesellschaft oder Vonovia innovative Lösungen für ihre Anwendungsfälle. So möchte Vonovia aus Bochum – mit 350.000 Wohnungen Deutschlands größter Immobilienkonzern – die Koordination seiner Dienstleister automatisierter und damit zeiteffizienter gestalten. So beispielsweise beim Winterdienst: Um die Sicherheit der Mieter zu gewährleisten, müssen bei Schnee und Eis die beauftragen Streu- und Kehrdienste ausrücken. Mithilfe des Data Hubs soll eine Lösung entwickelt werden, bei der die gemeldeten Einsätze anhand des Datums sowie der Uhrzeit des Einsatzes automatisiert mit den entsprechenden tagesspezifischen, meteorologischen Daten wie Niederschlagsmenge, Luftfeuchtigkeit in Bodennähe oder Temperatur abgeglichen und damit schneller und noch präziser validiert werden können.

Ein weiterer Partner, der anhand von Daten für das Funktionieren des täglichen Lebens sorgt und eine wichtige Rolle bei der Koordination der Gasversorgung einnimmt, ist NetConnect Germany (NCG): NCG ist für die operative Abwicklung der Marktgebietskooperation verantwortlich. Mehr als 480 Netzbetreiber, deren Netze im Marktgebiet der NCG liegen, senden täglich prognostizierte sowie gemessene Verbrauchsdaten an NCG. Diese werden von NCG verarbeitet und an die relevanten Marktpartner weitergeleitet, die eine entsprechende Beschaffung der benötigten Gasmengen vornehmen. Eine gute Datenqualität ist hier das A und O, um Überschüsse oder Engpässe zu vermeiden. Da Eingabe- oder Übermittlungsfehler nie auszuschließen sind, ist das Ziel dieses Anwendungsfalls eine automatische Datenanalyse und – bereinigung.

Data Hub Ruhr – Start für langfristig erfolgreiche Kooperationen
Die überzeugenden Ergebnisse der bisherigen Kooperationen waren in vielen Fällen der Beginn einer dauerhaften, erfolgreichen Zusammenarbeit: So konnte der Gewinner des vergangenen Jahres, das Fraunhofer-Spin-off adiutaByte, bereits Folgeverträge mit der Entsorgung Herne unterzeichnen. Während der dreimonatigen Kooperationszeit des Data Hubs hat das Startup die Sperrmüllentsorgung in Herne digitalisiert und damit die Planung für Mitarbeiter und Bürger schneller, einfacher und flexibler gestaltet.

Und auch für die RAG Aktiengesellschaft und das Startup Spacedatists aus Dortmund war der im Data Hub entwickelte Algorithmus zur Analyse von 3D-Luftbildern der Startschuss für eine dauerhafte Partnerschaft: Seitdem überwacht die RAG Veränderungen und potenzielle Gefahrengebiete für Tagesbrüche zusätzlich mit dem Algorithmus der Spacedatists statt nur anhand aufwändiger Vergleiche mit Vorjahresaufnahmen.

Es gilt, eine ganze Region zu digitalisieren
Dass es beim Data Hub jedoch nicht nur um einzelne Challenges, sondern die Digitalisierung einer ganzen Region geht, weiß Christian Lüdtke, Gründerkoordinator Ruhr und Gründer und Geschäftsführer der Digitalberatung und Startup-Schmiede etventure: „Neben den konkreten Problemen der Unternehmen, die wir durch die Ausschreibungen lösen, wollen wir mit dem Data Hub auch zeigen, wie attraktiv das Ruhrgebiet in Sachen Digitalisierungspotenzial für Startups ist. Nirgendwo anders gibt es eine solche Vielfalt an Konzernen, Mittelstand und Kommunen, die unterschiedlichste Bedürfnisse haben: von Digitallösungen für produzierende Betriebe über innovative Logistik- und Supply-Chain-Ansätze. Eine solche Ballung an Potenzial ist in Deutschland einmalig und damit eine ideale Brutstätte für Startups mit digitalen Geschäftsmodellen.“

Auch Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH, sieht den Data Hub Ruhr als einen Treiber der Digitalisierung: „Die bisherigen Ergebnisse des Data Hub zeigen, welche Möglichkeiten die Digitalisierung für Unternehmen und Kommunen bietet. Genau darum haben wir die Gründerallianz Ruhr mit dem Data Hub als wichtigen Teil unserer Gründer-Initiative an den Start gebracht. Wir wollen die digitale Expertise in der Region bündeln und das Ruhrgebiet als digitale Innovationsstätte von internationalem Rang etablieren.” Der Initiativkreis Ruhr hat die Gründerallianz Ruhr gemeinsam mit der RAG-Stiftung, der RAG Aktiengesellschaft und Evonik ins Leben gerufen.

Alle Anwendungsfälle und Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

Mehr zur ersten Runde des Data Hub Ruhr gibt es hier.
Mehr zur zweiten Runde des Data Hub Ruhr gibt es hier.

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