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2600 Schüler nahmen an der 18. Reihe „Dialog mit der Jugend“ teil

Welche Chancen haben Auszubildende auf eine Übernahme? Welchen Stellenwert hat der Umweltschutz in der Wirtschaft? Was verdienen Vorstandsvorsitzende? Mit Fragen wie diesen haben Schülerinnen und Schüler bei der jüngsten Begegnungsreihe „Dialog mit der Jugend“ Unternehmenschefs aus der Region gelöchert – und sie mit ihrem Wissen und ihrer Neugierde beeindruckt.

„Dialog mit der Jugend“ Beim „Dialog mit der Jugend“ erleben Schülerinnen und Schüler Wirtschaft dort, wo sie geschieht: direkt in den Unternehmen (Foto: IR).

„Dialog mit der Jugend“ Bei Werksbesichtigungen in den Mitgliedsunternehmen des Initiativkreises Ruhr lernen die Schülerinnen und Schüler Wirtschaft praxisnah kennen (Foto: IR).

„Dialog mit der Jugend“ Gesprächsbedarf gab es auch bei der Stadionbesichtigung bei Borussia Dortmund (Foto: IR).

„Dialog mit der Jugend“ In der KÖTTER-Zentrale in Essen ging es vor allem um Sicherheitsfragen (Foto: IR).

„Dialog mit der Jugend“ Bei TRIMET gab es einen Rundgang durch die Werkshallen (Foto: IR).

„Dialog mit der Jugend“ „Dialog mit der Jugend“-Termin bei Schalke 04 (Foto: IR).

„Dialog mit der Jugend“ Industrie vor Ort erleben - bei thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg (Foto: IR).

„Dialog mit der Jugend“ Hautnahe Einblicke in die Wirtschaft erlebten die Schülerinnen und Schüler auch bei HOCHTIEF (Foto: IR).

„Dialog mit der Jugend“ Bei Vonovia durften die Schülerinnen und Schüler in Altersanzüge schlüpfen (Foto: IR).

Schüler treffen Chefs: Dieses einfache, aber wirkungsvolle Konzept hat große Tradition beim Initiativkreis Ruhr. Seit fast 20 Jahren tauschen sich beim „Dialog mit der Jugend“ Oberstufenschülerinnen und -schüler aus dem Ruhrgebiet mit Unternehmenslenkern aus. Das Erfolgsrezept lautet: Wirtschaft, die erlebbar ist. Die Gesprächsrunden werden durch Unterrichtsbesuche im Vorfeld intensiv vorbereitet, ehe die Schüler zu Gast in den Führungsetagen der Unternehmen sind. Zwischen Herbst 2015 und Mitte 2016 brachte die Gesprächsreihe an 37 Terminen wieder rund 2600 Jugendliche mit Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführern von Unternehmen aus der Region zusammen. Die Schüler bekamen bei Werksbesichtigungen und Gesprächen mit den Firmenlenkern hautnahe Einblicke in die Wirtschaft. Und die Unternehmen erfuhren, was die potenziellen Nachwuchskräfte aktuell bewegt. Die Begegnungsreihe hat sich mittlerweile zum festen Unterrichtsbestandteil an vielen Schulen entwickelt. 

Ein wichtiger Baustein im Bildungsreigen des Initiativkreises Ruhr

Für Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH, ist der „Dialog mit der Jugend“ zudem ein wichtiger Baustein im Bildungsreigen des Initiativkreises Ruhr: „Der unmittelbare Kontakt zu den Topmanagern macht das Format besonders. Im persönlichen Gespräch vermitteln die Vorstandschefs den jungen Menschen neue Perspektiven und Ideen. Das kommt bei den Schülerinnen und Schülern gut an.“

Auch bei den Unternehmen ist das Format beliebt: „Der ,Dialog mit der Jugend‘ bietet eine tolle Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Mich interessiert sehr, was die jungen Menschen bewegt. Wie sie die Zukunft in Deutschland sehen. Aber auch, welche Gedanken sie zum Thema Energie und speziell natürlich zu RWE haben“, sagte Uwe Tigges, Personalvorstand der RWE AG (CHO). Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Evonik Industries AG, stand rund 80 Schülern Rede und Antwort: „Der Austausch mit wissbegierigen Jugendlichen ist spannend und bereichernd. Besonders beeindruckt haben mich die Kreativität und der volle Einsatz der Schülerinnen und Schüler. Eigenschaften, auf die wir auch bei Evonik großen Wert legen.“

Topmanager sprechen mit den Jugendlichen auch über Privates
Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp AG, empfing im Bildungszentrum von thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg gleich 114 Jugendliche: „Die Schüler stellen sehr viele, zum Teil auch kritische Fragen. Sie wollen unsere Konzernpolitik besser verstehen und sind an Produkten und Innovationen genauso interessiert wie an aktuellen Geschehnissen.“ Mit den Schülern sprach der Topmanager auch über sein Privatleben und verriet, dass er über eine Whatsapp-Gruppe immer in Kontakt mit seiner Familie bleibt.

Dr. Christian Brauckmann, Vorstandsmitglied der WGZ Bank AG, lud die Schülerinnen und Schüler zu einem Praxis-Termin nach Düsseldorf ein: „Die Jugend ist unsere Zukunft und in Zeiten eines drohenden demografischen Wandels wichtiger denn je. Es freut mich, wenn wir in dieser Gesprächsrunde den Jugendlichen Finanzthemen näherbringen sowie das Interesse am Beruf des Bankkaufmanns und an unserem Hause verstärken können.“ In Duisburg besichtigten 30 Jugendliche das Logport-Gelände und erfuhren anschließend, wie wichtig Ehrgeiz sein kann: „Wir haben viele Leute bei duisport, die mal klein angefangen haben und jetzt fest im Unternehmen sind und viel erreicht haben“, sagte Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG. Mit Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck diskutierten die Jugendlichen über Themen wie Ethik, Kirchenfinanzen und soziale Ungerechtigkeit. Außerdem erfuhren die Schüler, dass der Bischof täglich ein bis zwei Stunden betet. „Ich lebe ein ziemlich extremes Leben. Mein Tag beginnt um 20 nach fünf.“

Schüler analysieren künftige Entwicklung der Konzerne
Im Rahmen einer Fallstudie von business@school, der Bildungsinitiative der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG), und des „Dialogs mit der Jugend“ nahmen 42 Jugendliche vier verschiedene Unternehmen des Initiativkreises Ruhr unter die Lupe. Die Ergebnisse präsentierten die Schüler bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Initiativkreises Ruhr vor einer namhaften Wirtschaftsjury. Diese zeigte sich von den Analysen und Empfehlungen für die künftige Entwicklung der Konzerne beeindruckt. „Unsere Initiativen bieten erste Lösungsansätze: Sie stehen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Schule und geben Schülern und Lehrern die Möglichkeit, sich auszutauschen, neue – auch digitale – Lehrformen auszuprobieren und im Gespräch mit Unternehmen neue Perspektiven zu gewinnen“, betonte Dr. Andreas Maurer, Senior Partner and Managing Director von The Boston Consulting Group.

Michael Schmidt, Vorstandsvorsitzender BP Europa SE und Bildungsbeauftragter des Initiativkreises Ruhr, freute sich über die Neugier der Gäste: „Damit jeder seinen eigenen Berufswunsch entwickeln kann, ist es wichtig, sich schon früh umzuschauen. Genau dazu ist der heutige Tag da. An den vielen Fragen sieht man, wie groß das Interesse und der Informationsbedarf der Schüler ist. Und auch Bernd Tönjes, Vorsitzender des Vorstands der RAG Aktiengesellschaft und Moderator des Initiativkreises Ruhr, lobte das Format: „Ich freue mich, heute mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und die Fragen junger Leute zu beantworten“, sagte er bei einem Treffen mit 40 Schülern aus dem Ruhrgebiet in der Technischen Hochschule Georg Agricola. „Schon beim Initiativkreis Ruhr habe ich betont, dass wir die Stimme und die Ideen des jungen Ruhrgebiets hören möchten.“

Die Dokumentation zum „Dialog mit der Jugend“ 2015/2016 finden Sie hier.