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Auszeichnung für Handys mit Schnur

Wenn es nach diesen jungen Leuten geht, sollte kein Handy schnurlos bleiben: „mobisec“ heißt die Gründeridee, mit der das Schülerteam der Bischöflichen Marienschule aus Mönchengladbach jetzt den Regionalentscheid NRW Nord von business@school, der Bildungsinitiative der internationalen Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG), gewonnen hat. Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH, war mit in der fünfköpfigen Jury – und von der Projektarbeit der Schüler beeindruckt.

Die Hauptjury des Regionalentscheids (von links): Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH, Prof. Dr. Rainer Strack, Senior Partner and Managing Director von The Boston Consulting Group, Dr. Marion Welp, Senior Vice President - Head of Global HR, Legal & Compliance der Esprit Europe GmbH, Tobias S. Bachmüller, Geschäftsführender Gesellschafter der Katjes Fassin GmbH + Co. KG und Uwe Tigges, Mitglied des Vorstands (Ressort Personal) der RWE AG. Foto: BCG

„Die Jugendlichen haben nicht nur pfiffige Geschäftsideen entwickelt, sondern auch durchdachte Businesspläne vorgelegt“, sagte Opalka. „Sie sind damit ein weiterer Beleg dafür, dass großes Talent-Potenzial in der Region an Rhein und Ruhr steckt. Es lohnt sich also für die Wirtschaft, in Bildungsaktivitäten zu investieren. BCG tut das beispielhaft mit business@school. Der Initiativkreis Ruhr bündelt unter dem Dach der TalentMetropole Ruhr zahlreiche Bildungsprojekte. Denn die wichtigste Ressource des Ruhrgebietes steckt in den Köpfen unserer jungen Talente.“

Die jetzt ausgezeichnete Diebstahl- und Fallsicherung für Smartphones zeigt den Einfallsreichtum des Nachwuchses: „Irgendwas ist immer mit dem Handy: Ein Freund von uns sucht seins nach jeder Party, weil er es im Laufe des Abends verlegt hat. Und wenn ein Smartphone runterfällt, geht oft das große Display kaputt, das in der Reparatur gut 200 Euro kostet. Dafür müsste es doch eigentlich eine Lösung geben, dachten wir uns“, erzählte Teamsprecherin Charlotte Drechsel. In nächtelangen Sitzungen entstand MDS – Mobile Device Security, kurz „mobisec“.

Spule mit Stahlseil

„mobisec“ wird am Handy dort befestigt, wo normalerweise das Ladegerät eingesteckt wird. Mit einem Schlüsselring oder einem Karabinerhaken kann die Sicherung dann beispielsweise am Hosenbund oder in der Handtasche festgemacht werden. Eine Spule mit einem aufgewickelten dünnen Stahlseil sorgt für die nötige Bewegungsfreiheit während der Nutzung.

Mit ihrer Idee überzeugten Katharina Aretz (17), Hannes von Boetticher (16), Lucas Dadder (18), Charlotte Drechsel (17), Konstantin Glomb (14) und Juliana Wetten (17) am Abend des Regionalentscheids NRW Nord in Düsseldorf die hochkarätige Jury. Auch kritische Nachfragen – „Ist es wirklich cool, ein Sicherungsseil in der Tasche zu haben?“, „Was ist der Unterschied zum Sichern eines Schlüssels?“, „Ist Euer Vertriebskonzept realistisch?“ – meisterten die Jugendlichen perfekt. Ein Gebrauchsmusterschutz ist eingereicht, und für die ersten 13.700 Exemplare liegen bereits Vorbestellungen vor. Als Sieger wird das Team aus Mönchengladbach die Region Nordrhein-Westfalen Nord im großen Finale am 22. Juni in München vertreten.

„Darauf könnt Ihr stolz sein“
Ebenfalls in die Hauptrunde des Regionalentscheids geschafft hatte es das Team „VitalSecure – stay safe“ vom St. Ursula-Gymnasium in Aachen. Die Schüler präsentierten ihre Gründeridee „VitalTech“, ein intelligentes Funktionsshirt mit Notruffunktion. Die Jury begrüßte insbesondere das geschlossene Auftreten der Gruppe und die extrem guten Backup-Folien. „Darauf könnt Ihr wirklich stolz sein“, lobte Opalka.

Das Team des Goethe-Gymnasiums aus Düsseldorf überzeugte die Jury mit seiner Geschäftsidee „BlueLink Bluetooth Repeater“ – einem Verteiler, der mehrere Bluetooth-Boxen mit einer einzigen Audioquelle verbindet. „Eine tolle Idee von der Jugend für die Jugend mit gutem Logo mit hohem Wiedererkennungswert“, urteilte Juror Uwe Tigges, Mitglied des Vorstands der RWE AG.

Das vierte Team der Finalrunde kam vom Gymnasium Lohmar. Es präsentierte engagiert seine Geschäftsidee „Rolleo“ – einen elektrisch betriebenen Rollator mit GPS-Ortungssystem und Notrufknopf. „Eine empathische und sehr beeindruckende Idee“, zeigte sich Jurorin Dr. Marion Welp, Senior Vice President und Head of Global HR, Legal & Compliance der Esprit Europe GmbH, begeistert.

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