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Deutscher Juristentag 2016 macht Station im Ruhrgebiet

Richter, Rechtsanwälte und Rechtswissenschaftler besprechen im Herbst beim Deutschen Juristentag 2016 aktuelle rechtspolitische Fragen. Essen ist erstmals seit 50 Jahren wieder Gastgeber. In die Planung der Konferenz ist auch der Initiativkreis Ruhr eingebunden.

Im September 2016 steht Essen vier Tage lang Mittelpunkt des rechtspolitischen Lebens in Deutschland: Vom 13. bis zum 16. September 2016 findet in der Messe Essen der 71. Deutsche Juristentag statt. Am größten Rechtskongress Europas nehmen rund 4000 Experten aus Justiz, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Auch interessierte Nichtjuristen sind eingeladen. Der Fachkongress bietet ein Diskussionsforum für aktuelle rechtspolitische Fragen zu verschiedenen Themen:

  • Zivilrecht: Digitale Wirtschaft – Analoges Recht – Braucht das BGB ein Update?
  • Arbeitsrecht: Digitalisierung der Arbeitswelt – Herausforderungen und Regelungsbedarf
  • Strafrecht: Öffentlichkeit im Strafverfahren – Transparenz und Schutz der Verfahrensbeteiligten
  • Öffentliches Recht: Funktionswandel der Verwaltungsgerichtsbarkeit unter dem Einfluss des Unionsrechts – Umfang des Verwaltungsrechtsschutzes auf dem Prüfstand
  • Wirtschaftsrecht: Empfiehlt sich eine grundlegende Reform des Personengesellschaftsrechts
  • Familienrecht: Rechtliche, biologische und soziale Elternschaft – Herausforderungen durch neue Familienformen

Aus den Foren werden Empfehlungen abgeleitet, die der Juristentag mit Mehrheit beschließt.

Der Ortsausschuss, der sich aus 24 namhaften Persönlichkeiten aus Essen und der Region zusammensetzt, organisiert den Juristentag. Mitglied des Ausschusses ist auch Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH. Neben den Fachforen finden zahlreiche Führungen durch Essener Unternehmen statt. Bei Thementouren können die Gäste das Essener Radwegenetz erkunden. Das Klavier-Festival Ruhr veranstaltet am 14. September 2016 in der Philharmonie Essen ein Benefizkonzert zur Förderung von Flüchtlings- und Migrantenkindern. „Für Essen und das Ruhrgebiet ist der Juristentag eine große Chance. Das Ruhrgebiet kann sich als Meinungsführer und Multiplikator in seiner ganzen Vielfalt so präsentieren, wie es wirklich ist: durch Tradition geprägt, aber auch ein inspirierender Ort für Wirtschaft und Kultur und ein Beweis für einen gelungenen Strukturwandel“, sagt Monika Anders, Essener Landgerichtspräsidentin und Vorsitzende des Ortsausschusses. 

Der Deutsche Juristentag wurde als Verein 1860 in Berlin gegründet. Seitdem ist er alle zwei Jahre in einer anderen Stadt zu Gast, unterbrochen nur durch den Ersten Weltkrieg und die Zeit des Nationalsozialismus. In Essen fand der Deutsche Juristentag zuletzt 1966 statt.

Das Programmheft des 71. Deutschen Juristentages finden Sie hier.

Weitere Informationen gibt es unter www.djt.de