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Dialog mit der Jugend bei der KÖTTER Unternehmensgruppe: Fast 70 neue Ausbildungsplätze und Plädoyer für aktive Industriepolitik

IR-Wirtschaftsreihe: Schüler aus Essen, Dortmund und Mülheim an der Ruhr diskutierten mit Friedrich P. Kötter. „Nur wo etwas entsteht, wird Dienstleistung dauerhaft benötigt.“

Ein Familien­unter­neh­men, das den 80. Geburtstag feiert und im Sommer fast 70 neue Ausbildungs­plätze schaffen will; Live-Demonstrationen zum Brandschutz; Infos aus erster Hand über den Geldkreislauf und moderne Leitstellentechnik: Die Reihe „Dialog mit der Jugend“ des Initiativ­krei­ses Ruhr (IR) machte Station bei der KÖTTER Unter­neh­mensgruppe in Essen. Im Rahmen der Diskussion mit über 60 Oberstufenschülern aus Dortmund, Essen und Mülheim an der Ruhr unterstrich Friedrich P. Kötter, Geschäftsführer des zur KÖTTER Unternehmensgruppe gehörenden Westdeutschen Wach- und Schutzdienstes Fritz Kötter, die zentrale Bedeutung einer aktiven Industriepolitik für den Dienstleistungssektor und das Ruhrgebiet.

Auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung Wirtschaftsthemen diskutieren: Diese Gelegenheit bot sich heute Oberstufenschülern des Essener Gymnasiums an der Wolfskuhle, des Goethe-Gym­nasiums aus Dortmund und des Gymnasiums Heißen. Sie hatten eine Menge Fragen an Friedrich P. Kötter: Welche Rolle spielt der Dienstleistungssektor? Wie ist die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Essen und Niederlassungen u. a. in Dortmund und Duisburg? Welche Ausbildungs- und Karrierechancen bieten sich für Berufs­einsteiger?

In der Diskussionsrunde und bei der Ausbildungsbörse erfuhren die Schüler, dass die bundesweit tätige Unternehmensgruppe vielfältige Ausbildungs- und Karriere­mög­lich­keiten bereithält. So be­schäf­tigt das Familienunternehmen neben den mehr als 130 Aus­zu­bil­denden zurzeit auch mehrere Trai­nees. Für das im Sommer startende Ausbildungsjahr bietet KÖTTER bundesweit fast 70 Ausbildungsplätze, davon rund 15 in Dortmund, Duisburg und Essen. Aus­gebildet wird z. B. im neuen Beruf zum/r Kaufmann/frau für Büromanagement, zum/r Personaldienstleistungskaufmann/frau, zum/r Fachinformatiker/in und zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Nach der Ausbildung bestehen gute Übernahmechancen und vielfältige beruf­liche Entwicklungsmöglichkeiten.

STANDORT DEUTSCHLAND: SORGE ÜBER ABNEHMENDE INVESTITIONSSICHERHEIT
Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage betonte Friedrich P. Kötter, dass im vergangenen Jahr 200 neue Arbeitsplätze entstanden sind und die Beschäftigtenzahl damit auf 15.500 Mitarbeiter stieg (+1,3%). Der Umsatz nahm 2013 auf 383 Millio­nen Euro zu (+0,8%). „Wir konnten uns in einem äußerst angespannten wirtschaftlichen Umfeld behaupten“, sagte Friedrich P. Kötter. „Das Konjunkturplus lag bei gerade noch 0,4 Prozent, der schwächste Wert seit dem Krisenjahr 2009. Zudem hat sich der Wettbewerbsdruck in unseren Märkten für Sicherheits-, Reinigungs-, Personal- und Gebäudedienste weiter verschärft.“ Für 2014 erwartet die Dienstleistungsgruppe, die größter familiengeführter Sicherheitsanbieter in Deutschland sowie Nummer 2 der Branche ist und zu den Top 15 der Faci­lity-Services-Anbieter zählt, ein moderates Wachstum.

Dabei nutzte Friedrich P. Kötter den Wirtschafts-Dialog zu einem Plädoyer für eine aktive Indus­triepolitik, insbesondere auch im Ruhrgebiet: „Ein Anbieter unternehmensnaher Dienstleistungen wie wir kann immer nur dort seine Leistungen unterbreiten, wo etwas entsteht. Deshalb muss der gesunde Mix aus Industrie, Handel und Dienstleistung auch künftig bestehen bleiben – gerade im Ruhrgebiet als traditionsreichem Industriestandort.“ Sorge bereite vor diesem Hintergrund die abnehmende Investitionssicherheit in Deutschland. So führten z. B. die Unwägbarkeiten der Energiewende dazu, dass sich speziell die energieintensiven Industrien mit Inves­titionen am Standort Deutschland zurückhalten. „Mit Auswirkungen für uns, wenn Sicherheitspersonal und -technik aber auch Reinigungsdienste oder Fachpersonal auf Zeit für die Abdeckung von Auftragsspitzen weniger benötigt werden“, so Friedrich P. Kötter.

PRAXISSTATIONEN GEBEN EINBLICK IN DAS DIENSTLEISTUNGSSPEKTRUM
Neben der Diskussion mit der Geschäftsführung standen Praxisstationen im Fokus. Dabei erfuhren die Schüler, mit welchem personellen und technischen Know-how die bundesweiten KÖTTER Notruf- und Ser­vice­leit­stellen (NSL) Tag für Tag fast 60.000 Gefahrenmeldungen sowie Meldungen aus dem Gebäude­ma­nagement koordinieren. Zudem erlebten die Besucher bei Live-Demonstrationen, wie sich Brände gezielt bekämpfen lassen und erhielten Informationen „aus erster Hand“ zur Ausbildung von Feuerwehrkräften mit dem mobilen Brandsimulator KÖTTER Fire Eagle. Die Präsentation an einem Geldtransporter wiederum verdeutlichte die zentrale Rolle der Dienstleister im Geld­kreislauf.