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Dialog mit der Jugend

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Managers aus? Welche Perspektiven bietet Ihr Unternehmen dem Nachwuchs? Was verdienen Sie als Vorstandsvorsitzender? Mit Fragen wie diesen und noch vielen mehr haben Schülerinnen und Schüler auch bei der jüngsten Begegnungsreihe „Dialog mit der Jugend“ Unternehmenschefs aus der Region gelöchert – und sie mit ihrer Wissbegierigkeit beeindruckt.

Sehr wissbegierig: die Schülerinnen und Schüler beim "Dialog mit der Jugend". (Foto: Initiativkreis Ruhr)

„Raus aus dem Klassenzimmer – rein ins Unternehmen“: So lautet das Motto der seit nunmehr 18 Jahren vom Initiativkreis Ruhr organisierten Begegnungsreihe, die sich mittlerweile zum festen Unterrichtsbestandteil an vielen Schulen entwickelt hat. Sie macht das oftmals abstrakte Thema „Wirtschaft“ authentisch und erlebbar. Zwischen Herbst 2014 und Frühjahr 2015 brachte die Reihe wieder rund 3000 Oberstufenschüler aus Gymnasien und Gesamtschulen mit Vorständen und Geschäftsführern von rund 40 Unternehmen zusammen. Auch diesmal war der Erkenntnisgewinn auf beiden Seiten groß: Die Schüler bekamen bei Werksbesichtigungen und Gesprächen mit den Firmenlenkern hautnahe Einblicke in die Wirtschaft. Und die Unternehmen erfuhren, was die potenziellen Nachwuchskräfte aktuell bewegt.

Neue Perspektiven durch persönliche Gespräche
Für Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH, macht der unmittelbare Kontakt zu den Unternehmenslenkern den „Dialog mit der Jugend“ zu etwas Besonderem: „Wir machen die Erfahrung, dass die Vorstandschefs den jungen Menschen im persönlichen Gespräch neue Perspektiven und Ideen vermitteln. Keine Veranstaltung gleicht der anderen, jede hat ihren individuellen Reiz. Der Dialog mit der Jugend bietet Schülerinnen und Schülern die Chance, einen Blick hinter die Kulissen der Unternehmen in der Region zu werfen.“

Und auch von Unternehmensseite ist der „Dialog mit der Jugend“ hochgeschätzt: „Als internationales Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Essen hat, ist uns die Förderung und Ausbildung von Jugendlichen hier aus der Region ein besonderes Anliegen und Teil unserer unternehmerischen Verantwortung“, sagte etwa Walter Schmidt, Chief Executive Officer (CEO) von ista International, zum Besuch von etwa 50 Schülern bei dem international agierenden Energiedienstleister. „Der Dialog mit der Jugend des Initiativkreises Ruhr hilft Schülern effektiv dabei, sich frühzeitig über berufliche Möglichkeiten zu informieren und ein praxisnahes Verständnis von den Aufgaben und vom Arbeitsalltag in einem Unternehmen zu bekommen.“

Dr. Claus-M. Müller, Geschäftsführer der MC-Bauchemie in Bottrop, betonte: „Die Nachwuchsarbeit hat bei MC einen hohen Stellenwert, weil wir sie als Investition in die Zukunft unseres Unternehmens verstehen.“ Michael Schmidt, Vorstandsvorsitzender der BP Europa SE, stellte anlässlich des Besuchs von 75 Schülerinnen und Schüler bei seinem Unternehmen fest: „Damit jeder seinen eigenen Berufswunsch entwickeln kann, ist es wichtig, sich schon früh umzuschauen. Genau dazu ist der heutige Tag da. An den vielen Fragen sieht man, wie groß der Informationsbedarf der Schüler ist.“

„Die Gespräche mit den Jugendlichen sind auch für mich immer wieder interessant. Sie sind stark an wirtschaftlichen Themen interessiert und wollen die Funktionsweise der globalisierten Welt besser verstehen“, sagte Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp AG, der im Bildungszentrum von thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg gleich 100 Jugendliche empfing. „Außerdem ist dies eine gute Gelegenheit, ganz konkret etwas über ein spannendes und traditionsreiches Unternehmen zu erfahren und sich über mögliche Zukunftsperspektiven zu informieren.“

Fallstudie von business@school
Im Rahmen einer Fallstudie von business@school, der Bildungsinitiative der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG), und des „Dialog mit der Jugend“ nahmen 46 Jugendliche Unternehmen des Initiativkreis Ruhr unter die Lupe. Die Ergebnisse präsentierten die Schüler bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Initiativkreises Ruhr vor einer namhaften Wirtschaftsjury. Diese zeigte sich von den Unternehmensanalysen der Zehntklässler samt Empfehlungen für die künftige Entwicklung der Unternehmen beeindruckt.

Für die schulische Bildung in Deutschland forderte Dr. Andreas Maurer, Senior Partner and Managing Director von BCG, mehr Mut zu innovativen Ansätzen: „Wirtschaft zu erleben – das ermöglicht der 'Dialog mit der Jugend', verbunden mit der BCG-Initiative business@school. Hier haben Schüler und Lehrer die Möglichkeit, sich mit Mitarbeitern großer und kleinerer Unternehmen auszutauschen, neue Lehrformen auszuprobieren, ihr Verständnis für die Anforderungen an einen Unternehmer auszubauen und selbst Gründerfähigkeiten zu entwickeln.“

Schüler bereiteten sich intensiv vor
Die Gesprächsrunden werden durch Unterrichtsbesuche im Vorfeld intensiv vorbereitet, ehe die Schüler zu Gast in den Führungsetagen der Unternehmen sind. So fragten Jugendliche bei der Düsseldorfer WGZ Bank zum Beispiel nach den möglichen Konsequenzen für die Eurostaaten nach der Wahl in Griechenland. WGZ-Vorstandsmitglied Dr. Christian Brauckmann: „Die Jugend ist unsere Zukunft und in Zeiten eines drohenden demografischen Wandels wichtiger denn je. Es freut mich, wenn wir in dieser Gesprächsrunde den Jugendlichen Finanzthemen näherbringen sowie das Interesse am Beruf des Bankkaufmanns und an unserem Hause verstärken können.“

Wie sich der Börsengang im Jahr 2013 auf das Unternehmen ausgewirkt habe, wollten etwa die Jugendlichen beim Besuch der Evonik Industries AG von Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Wessel wissen. Und auch er fand anschließend lobende Worte: „Das Veranstaltungsformat hat sich bewährt. Ich bin beeindruckt, wie wissbegierig und engagiert die Jugendlichen bei unserer Diskussion waren, und freue mich über das Interesse an Evonik.“

Auch Prof. Harro Bode, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, freute sich über die Neugier der Gäste: „Ich bin beeindruckt, wie sehr sich die Jugendlichen mit Umwelt- und Wirtschaftsthemen beschäftigen.“

Und Alfred Geißler, Mitglied der Geschäftsführung der Steag GmbH, brachte die gute Vorbereitung der jugendlichen Besucher im Heizkraftwerk Herne so auf den Punkt: „Sie stellen mir ja Fragen, wie sie ein guter Aufsichtsrat stellt.“

Ein Video zum „Dialog mit der Jugend“ bei Bayer MaterialScience finden Sie hier.

Die Dokumentation zum „Dialog mit der Jugend“ 2014/2015 finden Sie hier.