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EffizienzCluster LogistikRuhr feierte Jubiläum

Sein fünfjähriges Bestehen hat der EffizienzCluster LogistikRuhr am 20. Mai 2015 gefeiert – und damit fünf Jahre Forschung auf Spitzenniveau. Der Initiativkreis Ruhr gehörte von Beginn an zu den wichtigen Unterstützern des größten Forschungs- und Innovationsclusters der Logistik in Europa.

Ließen die Aktivitäten des Clusters Revue passieren (v.l.): Thorsten Hülsmann, Dr.-Ing. Christian Jacobi, Erich Staake und Prof. Dr. Michael ten Hompel. (Foto: ECM)

„Eindrucksvoll hat der EffizienzCluster LogistikRuhr, Europas größter Zusammenschluss von Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Logistik, nach fünf Jahren seine Leistungsbilanz vorgelegt“, so Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG und Logistikbeauftragter des Initiativkreises. „Nun gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und die Zusammenarbeit von Industrie und Logistik weiter auszubauen, um den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung zu begegnen.“

„Der EffizienzCluster LogistikRuhr hat in den fünf Jahren seines Bestehens ausgezeichnete Ergebnisse erzielt“, meint auch Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH. „Als der Cluster im Jahr 2010 startete, hat sich der Initiativkreis Ruhr als Unterstützer engagiert, um zukunftsträchtige Innovationen auf dem für die Region so wichtigen Feld der Logistik voranzutreiben. Von den im Cluster entwickelten Lösungen kann die gesamte Branche profitieren.“

„Jetzt sind die Unternehmen dazu aufgerufen, das Potenzial unserer Forschungsergebnisse für mehr Effizienz in der Logistik zu nutzen und auszuschöpfen“, begrüßte Dr.-Ing. Christian Jacobi, Vorsitzender der Geschäftsführung der EffizienzCluster Management GmbH (ECM), rund 200 Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Jubiläumsfeier des Spitzenclusters auf Zeche Zollverein in Essen. Gleichzeitig verwies er auf neue Projekte und Ideen für die Logistik der Zukunft: „Der EffizienzCluster ist als Forschungs- und Innovationscluster dauerhaft etabliert.“

Insgesamt 30 Forschungsprojekte
Der EffizienzCluster LogistikRuhr war am 2. Juni 2010 in der Rohrmeisterei in Schwerte als Spitzencluster der Bundesregierung offiziell eröffnet worden. Ende Mai dieses Jahres werden nun die letzten neun der insgesamt 30 Forschungsprojekte aus dem Spitzenclusterwettbewerb abgeschlossen. 120 Unternehmen und elf Forschungseinrichtungen waren am Anfang dabei. Durch neue Projektpartner und neue Projekte verzweigte sich das Netzwerk weiter. Heute sind mehr als 170 Unternehmen und 28 wissenschaftliche Einrichtungen im Cluster aktiv, davon zahlreiche im europäischen Ausland. Aus den Projekten liegen inzwischen mehr als 100 valide Forschungsergebnisse vor, die sogenannten „Bausteine für eine effiziente Logistik“. Sie werden zum Teil bereits in der Praxis eingesetzt und zeigen, dass deutliche Effizienzsteigerungen möglich sind.

Zum Jubiläum erinnerten engagierte Mitstreiter und Weggefährten an die Anfänge des Spitzenclusters. Die „Väter“ des Clusters – Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, sowie Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, – betonten in einer kleinen Talkrunde, der EffizienzCluster habe es geschafft, Forschung und Innovation in das Blickfeld der Logistik zu rücken und die Unternehmen entlang der logistischen Wertschöpfungskette zukunftsfähig zu machen. Damit werde die Logistik heute in Deutschland als eigenständiger Wirtschaftsbereich und als Hightech-Branche wahrgenommen. Für eine positive Wahrnehmung der Logistik in der breiten Öffentlichkeit gebe es allerdings durchaus noch einiges zu tun. Die Logistik müsse vor allem einen Beitrag zur Lösung von „Zielkonflikten“ leisten – etwa den Anspruch der Menschen, eine Online-Bestellung auf schnellstem Weg zu erhalten, ohne dass dadurch mehr Verkehr entstehe.

Zuvor hatte bereits Dr. Thomas Grünewald, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung, in einem Grußwort die Aktivitäten des EffizienzClusters gewürdigt.

Unter dem Motto „Wir denken Logistik weiter“ verwiesen Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft auch auf im EffizienzCluster erprobte neue Formen der Zusammenarbeit, auf die Bedeutung eines professionellen Forschungsmanagements und die Notwendigkeit der Europäisierung der Logistikforschung. „Der EffizienzCluster wird weiterhin neue Forschungsprojekte anstoßen und Innovation in Unternehmen anregen“, versprach ECM-Geschäftsführer Thorsten Hülsmann. Jacobi ergänzte: „Die Logistik ist die drittgrößte Branche in Deutschland, und der EffizienzCluster steht dafür, dass dieser Wirtschaftsbereich seine Spitzenstellung in Deutschland und international ausbaut.“

Preis belohnt herausragende Leistungen
Bei der Jubiläumsfeier wurden auch die „EffizienzCluster Awards“ in drei Kategorien vergeben. Den Preis in der Kategorie „Grundlagen“ erhielt das Forschungsprojekt Green Logistics für seine international ausgerichtete intensive Arbeit an einer umfassenden und standardisierten Berechnung des Carbon Footprint. Lufthansa Cargo wurde der Preis in der Kategorie „Verwertung“ für ein innovatives Trackingtool zuerkannt, dessen Idee im Zuge der Entwicklung der intelligenten Luftfrachtpalette im Forschungsprojekt smart Resuable Transport Items, kurz smaRTI, entstanden war. Über den Preis in der Kategorie „Wissenschaftliches Netzwerk“ freute sich Prof. Dr. Matthias Klumpp von der FOM Hochschule Essen. Die Auszeichnung hatte der EffizienzCluster Logistik e.V., das Netzwerk der Unternehmen, ausgelobt.

Weitere Informationen zum EffizienzCluster LogistikRuhr finden Sie hier.