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„Eine Persönlichkeit mit Strahlkraft weit über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus“

Prof. Eckhard Nagel verabschiedete sich als Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. (Foto: IR)

  • Klaus Engel würdigt Leistungen des scheidenden Direktors der Uniklinik Essen, Prof. Eckhard Nagel
  • Moderator des Initiativkreises fordert Eliten auf, sich stärker einzumischen
  • Appell an Krankenkassen, Aufwand der Universitätskliniken finanziell angemessen auszugleichen

Für einen stärkeren gesellschaftspolitischen Dialog der Eliten in Politik, Gewerkschaften, Kirchen, Wirtschaft und Wissenschaft hat sich Klaus Engel, Moderator des Initiativkreises Ruhr und Vorstandsvorsitzender von Evonik, ausgesprochen. „Die aktuelle Flüchtlings- und Zuwanderungsthematik führt uns beispielhaft und dramatisch vor Augen, wie drängend und dringlich die gesellschaftliche Debatte bei uns in Deutschland, aber auch in der Wertegemeinschaft Europa geführt werden muss“, sagte Engel am Freitag, 28.08.2015, bei der Verabschiedung des Ärztlichen Direktors des Universitätsklinikums Essen, Professor Eckhard Nagel. Gesellschaftlicher Fortschritt könne sich nur entwickeln, wenn die verschiedenen Eliten zusammenkommen, erklärte Engel in Anwesenheit von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

Er verwies beispielhaft auf den großen Beitrag, den das Uniklinikum mit seinem scheidenden Direktor an der Spitze nicht nur bei der Versorgung von Kranken und in der Spitzenforschung geleistet habe. Der Wechsel in der Führung der Klinik falle angesichts der Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen in eine insgesamt schwierige, komplizierte Zeit, stellte Engel fest. Den steigenden Kosten für Personal oder Medizin stehe keine Anpassung der Leistungsentgelte durch die Krankenkassen gegenüber, kritisierte er. Der von den Universitätskliniken übernommene Arbeitsverbund aus Forschung, Lehre und Krankenversorgung sei kostenintensiv und müsse deshalb entsprechend gewürdigt werden.

Dank und Anerkennung zollte Engel dem bisherigen Direktor des Uniklinikums für seine Leistungen als Arzt, aber auch für sein soziales und gesellschaftliches Engagement. Unter der Führung und Verantwortung von Professor Nagel seien in den vergangenen fünf Jahren viele wichtige, für das Klinikum und unser Land zukunftsweisende Entscheidungen getroffen worden. Engel verwies beispielhaft auf die Gründung des westdeutschen Protonentherapiezentrums, eines von dreien bundesweit. Ebenso hob er den Einsatz des renommierten Mediziners für die 2019 geplante Erweiterung der Kinderklinik in Essen besonders hervor. Mit Professor Nagel verliere die Region nicht nur einen großartigen, international hochgeschätzten Mediziner, sondern auch eine außergewöhnliche, gesellschaftspolitisch engagierte Persönlichkeit mit Strahlkraft weit über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus, sagte Engel.