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Essen wird InnovationCity

InnovationCity Ruhr, das Leitprojekt des Initiativkreises Ruhr zur Erneuerung von Stadtquartieren, macht den Sprung über die Grenzen der „Modellstadt Bottrop“ hinaus: In Essen entsteht die InnovationCity Essen | Eltingviertel. Damit profitiert die erste weitere Kommune von den Erfahrungen und Ergebnissen des vom Initiativkreis angestoßenen Modellprojekts.

Präsentierten das Projekt in Essen (v.l.): Stadtdirektor Hans-Jürgen Best, InnovationCity-Chef Burkhard Drescher, Deutsche-Annington-Chef Rolf Buch, NRW-Bauminister Michael Groschek und Udo Wichert, Chef der STEAG Fernwärme. (Foto: InnovationCity Ruhr)

Die Deutsche Annington Immobilien SE, die Stadt Essen und die Innovation City Management GmbH haben das Projekt InnovationCity Essen | Eltingviertel offiziell gestartet. Im Essener Eltingviertel stellten NRW-Bauminister Michael Groschek, Oberbürgermeister Reinhard Paß sowie Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Annington, das Vorhaben sowie Ziele und Hintergründe vor.

Die beteiligten Partner streben mit dem in Bottrop erfolgreich erprobten InnovationCity-Konzept eine ganzheitliche und nachhaltige Quartiersentwicklung im Eltingviertel an. Dabei sollen Immobilienwerte gesichert, CO2-Emissionen reduziert sowie die Lebens- und Wohlfühlqualität für die Menschen im Quartier gesteigert werden.

Minister Groschek dankt dem Initiativkreis Ruhr
Groschek dankte in seiner Ansprache unter anderem dem Initiativkreis Ruhr, der im Frühjahr 2010 einen revierweiten Wettbewerb für die Klimastadt der Zukunft ausgelobt und damit InnovationCity Ruhr ins Leben gerufen hatte. „Die Entwicklung des Essener Eltingviertels zu einer InnovationCity ist ein tolles Beispiel dafür, wie viele weitere Stadtquartiere in NRW und darüber hinaus zukünftig modernisiert werden können“, so der Minister.

Um den nachhaltigen Erfolg des Essener Vorhabens sicherzustellen, werden die Akteure, Eigentümerinnen und Eigentümer, weitere Interessengruppen wie auch Unternehmen vor Ort in den Prozess integriert. Mit der Unterzeichnung eines „Letter of Intent“ haben neben der Deutschen Annington, der Stadt Essen und der Innovation City Management GmbH auch die Emschergenossenschaft, STEAG Fernwärme und RWE ihre Absicht erklärt, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Zudem können und sollen sich auch private Einzeleigentümerinnen und -eigentümer, Bewohnerinnen und Bewohner, Institutionen für Bildung und Soziales, Religionsgemeinschaften, Vereine, Kreative und Engagierte sowie Einzelhandel und Gewerbetätige in das Vorhaben einbringen. So werden Bewohnerinnen und Bewohner des Eltingviertels unter anderem die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Vorschläge, zum Beispiel bei der Gestaltung von Freiflächen sowie bei Fragen zum Thema Mobilität, zu formulieren.

Entwicklung des Konzepts
Die Auswahl des Eltingviertels als erste InnovationCity außerhalb Bottrops lässt sich mit der gegebenen Gebäude- und Infrastruktur, der Lage im Stadtgebiet, den im Umfeld stattfindenden Entwicklungen und den bereits von Politik und Verwaltung initiierten Konzepten begründen.

Initiiert und beauftragt durch die Deutsche Annington hat die Innovation City Management GmbH, zusammen mit den Vertriebspartnern AS&P – Albert Speer & Partner GmbH und der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft, eine Sondierungsstudie zur ganzheitlichen Quartiersentwicklung erarbeitet. Dieses umfasst zum einen die energetische Optimierung der Gebäude der Deutschen Annington, zum anderen aber auch den öffentlichen Raum, beispielsweise Freiflächen- und Grünanlagen, und die weitere städtebauliche Entwicklung.

Geplante Maßnahmen
In der ersten Phase des Projekts stehen die nördlichen Wohnkarrees der Deutschen Annington im Fokus. Dort sollen unter anderem die bestehenden Nachtspeicherheizungen gegen Fernwärme ausgetauscht, Balkone angebaut, Fenster erneuert, Keller- und oberste Geschossdecken gedämmt, Fassaden und Treppenhäuser überarbeitet sowie die Hauseingangsbereiche erneuert werden. Hinzu kommt die umfassende Planung und Überarbeitung der Freiflächen in diesen Bereichen. Das Unternehmen wird für die Maßnahmen der ersten Phase einen Investitionsbetrag von rund 9,3 Millionen Euro bereitstellen. Bei der Planung dieser Modernisierungsmaßnahmen wurde auch darauf geachtet, dass sie zu keiner übermäßigen finanziellen Belastung für die Mieter führen. Das Modell liefert bezahlbaren Wohnraum für die Menschen im Quartier.

Des Weiteren prüft die Stadt Essen verschiedene städtebauliche Entwicklungsvorschläge der Sondierungsstudie. Dazu zählt die Gestaltung des öffentlichen Raums, Mobilität und Verkehr sowie die Anbindung des Eltingviertels an die angrenzenden Quartiere Innenstadt, „grüne mitte“ sowie den Campus der Universität Duisburg-Essen. Diese Maßnahmen sollen in das bestehende Stadterneuerungskonzept „Soziale Stadt Altenessen-Süd/Nordviertel“ integriert werden und somit einen Beitrag zur Strategie Essen.2030 im Handlungsfeld Essen.urban leisten.