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Felix Hagedorn

Lernferien für Kinder – Motivation schon im Grundschulalter fördern

Felix Hagedorn, clever lernen, immer motiviert bleiben (climb).

Lernen kann Spaß machen – das erleben Jungen und Mädchen aus sozial benachteiligten Familien im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren während der Lernferien mit climb. Das Hamburger Sozialunternehmen bietet sie unter anderem in Dortmund an. Mit der Unterstützung engagierter Mitarbeiter fördert climb das positive Lerngefühl bei jungen Talenten ab dem Grundschulalter. Sie betreuen die Kinder an Vormittagen während kurzer Lerneinheiten in den Fächern Mathematik und Deutsch und unternehmen an Nachmittagen etwas mit ihnen – in Projekten wie Kochen und Basteln oder bei Ausflügen zu Kletterparks. Felix Hagedorn (21) ist climb-Mitarbeiter und war 2014 an drei Lernfreizeiten beteiligt. Er half den Kindern, ihre Mathematik- und Deutschaufgaben mit Spaß zu lösen. Als Assistent unterstützte er die jungen Teilnehmerinnen in den Nachmittagsprojekten dabei herauszufinden, was sie besonders gut können, beispielsweise geduldig filigrane Sachen zu schneiden, alleine einen Parcours auf zwei Metern Höhe zu überwinden oder Rad zu schlagen. Als Projektleiter war Felix Hagedorn zuletzt mit der Organisation des Programms der Lernferien betraut. Zu seinen Aufgaben gehörten auch Gespräche mit den Eltern und diese bei organisatorischen Dingen zu unterstützen.

Climb steht für „clever lernen, immer motiviert bleiben“ und beruht auf dem Grundsatz, dass jedes Kind Spaß am Lernen haben kann – wenn es entsprechend seiner Fähigkeiten dazu angeleitet wird. Aus dem Spaß am Lernen erwächst Selbstbewusstsein, und derart gestärkt haben die Kinder bessere Bildungschancen. Ein Ferienprogramm erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von zwei Wochen, in denen sich neben den Teilnehmern auch die Betreuer weiter entwickeln, sehr oft angehende Lehrer. Felix Hagedorn steht zu hundert Prozent hinter der Einstellung von climb: „Wir sagen jedem Kind: Vielleicht brauchst du in Deutsch oder Mathe noch Förderung, aber eine Sache kannst du schon jetzt ganz besonders gut.“ Diese zu finden und darin Potenziale zu entdecken, das ist es, was viele Kinder am Ende der Lernferien mit nach Hause nehmen können. Hagedorn selbst hat während der Lernferien für seinen späteren Beruf profitiert: „Ich konnte vorher nicht aus dem Stehgreif heraus vor etwa einhundert Menschen frei sprechen. Für mich ist das etwas, das ich beispielsweise in einer Werbeagentur sehr gut gebrauchen kann.“ Felix Hagedorn studiert an der Ruhrakademie Schwerte seit 2013 in Vollzeit das Fach Design.

Das Engagement von Felix Hagedorn bei climb ist außergewöhnlich, da er 2014 neben den drei Lernferien noch weitere drei Monate in Teilzeit für das Unternehmen investiert hat – neben seinem Vollzeitstudium und der Betreuung einer C-Jugend-Fußballmannschaft. Für ihn persönlich stehen die Chancen im Vordergrund, die sich ergeben. Durch flache Hierarchien bot sich ihm bei climb in kurzer Zeit die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Er kennt Engagement und gemeinsames Unterstützen aus seinem Elternhaus. Die Geschwister halfen sich gegenseitig in schulischen Fragen, und beide Elternteile waren ehrenamtlich an mehreren Nachmittagen für Sportvereine aktiv. Felix Hagedorn hat das als etwas sehr Wichtiges und Positives in Erinnerung behalten.

climb Lernferien gibt es zurzeit in Zusammenarbeit mit neun Hamburger Schulen und fünf Schulen in Dortmund. Das Unternehmen finanziert sich aus kommunalen Mitteln, Stiftungsgeldern und Spenden. Eine Ausweitung des Angebots auf weitere Städte ist geplant, damit immer mehr Kinder von positiven Lernerfahrungen profitieren.

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