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Gelungener Brahms-Abend in der Stadthalle Mülheim

Mit Werken von Brahms hat am Freitag, 15. April, der russische Pianist Arcadi Volodos das Klavier-Festival Ruhr 2016 eröffnet. Das in seiner Art einzigartige Pianistentreffen ist das kulturelle Leitprojekt des Initiativkreises Ruhr. Es holt noch bis zum 10. Juli Künstler von internationalem Rang in die Region.

Arcadi Volodos beim Eröffnungskonzert des Klavier-Festivals Ruhr 2016 in der Stadthalle Mülheim (Foto: Frank Mohn/KFR).

Seelenlandschaften voller Kraft und Zartheit – so beschrieb der Intendant des Klavier-Festivals Ruhr, Franz Xaver Ohnesorg, den Eindruck des Konzerts, mit dem der russische Pianist Arcadi Volodos die Klavier-Festival-Saison 2016 einleitete. In der Stadthalle Mülheim überreichte ihm Ohnesorg den Preis des Klavier-Festivals Ruhr. Die Auszeichnung rief Ohnesorg für den Initiativkreis Ruhr ins Leben, um außerordentliche künstlerische Leistungen zu ehren. Der Preis wird durch die Stahlplastik „Diapason“ des Düsseldorfer Bildhauers Friederich Werthmann symbolisiert. Mit ihm ist ein Stipendium verbunden, das der Geehrte an einen jungen Pianisten seiner Wahl vergeben kann.

Dem Schwerpunkt des diesjährigen Pianistentreffens im Ruhrgebiet folgend, spielte Volodos ein Programm mit Werken von Johannes Brahms. „Er spielt sonst nirgendwo einen reinen Brahms-Abend, bei uns schon“, würdigte Ohnesorg die Bereitschaft des weltweit gefeierten Pianisten, sich für das Festival auf neue Programme einzulassen. Volodos spielte schon zwei Jahre nach seinen Debüts in New York und London 1998 erstmals beim Klavier-Festival Ruhr, wo er nun zum 15. Mal gastierte.

Duisburger Hafen ist Hauptsponsor
Zu Beginn des Konzerts begrüßte Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Klavier-Festival Ruhr und Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr, das Publikum. Er erinnerte an die Gründung der Stiftung vor fünf Jahren und an das zehnjährige Bestehen der „Little Piano School“, ein Education-Projekt für Zwei- bis Sechsjährige. Das Festival biete so nicht nur hochklassige Veranstaltungen, sondern führe auch Kinder an die Musik heran, die diese Chance sonst nicht geboten bekämen. Dass die „Little Piano School“ zehn Jahre bestehe, stelle unter Beweis, wie nachhaltig das Festival im Wirken für kommende Generationen arbeite. Lange sprach anstelle des beruflich verhinderten Schirmherrn des diesjährigen Festivals, Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, die zugleich Hauptsponsor des diesjährigen Festivals ist.

Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, überbrachte die Glückwünsche von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Sie zitierte Arcadi Volodos mit dem Satz: „Alles Musikalische beginnt mit der Liebe“. Kampmann würdigte den Initiativkreis Ruhr als Träger des Festivals für sein gesellschaftliches und kulturelles Engagement. Es zeige, dass sich die im Initiativkreis zusammengeschlossenen Unternehmen als „wichtigen Teil einer starken Gemeinschaft in der Region“ verständen. Das Klavier-Festival bereichere die Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen, weil es ihm gelinge, die Spitze der Klaviermusik im Ruhrgebiet zu konzentrieren und für das Publikum erlebbar zu machen.

Arcadi Volodos bedankt sich für gute Zusammenarbeit
Volodos ergriff nach der Verleihung des Preises das Wort, dankte für die „lange, angenehme Zusammenarbeit“ und spielte vier Zugaben.

Das Festival endet am Sonntag, den 10. Juli, um 17 Uhr mit dem Duo Martha Argerich und Daniel Barenboim, die der Stiftung Klavier-Festival Ruhr ein Benefizkonzert in der Philharmonie Essen schenken. Insgesamt veranstaltet das Klavier-Festival Ruhr in diesem Jahr 69 Konzerte in 23 Städten auf 30 Podien der Region.

Karten und mehr Informationen zum Klavier-Festival Ruhr gibt es hier.