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Global Young Faculty vernetzt junge Nachwuchskräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft

In der Global Young Faculty (GYF) treffen sich herausragende Nachwuchswissenschaftler aus der Region, um in interdisziplinären Arbeitsgruppen Themen zu bearbeiten. Bei der fünften Runde der GYF, die nun gestartet ist, vernetzen sie sich erstmals auch mit jungen Vertretern aus der Wirtschaft. Der Initiativkreis Ruhr unterstützt die Kooperation.

In der fünften Runde der Global Young Faculty vernetzen sich erstmals Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft. (Foto: Simon Bierwald)

Zum fünften Mal kommen herausragende Nachwuchswissenschaftler aus der Region in der Global Young Faculty (GYF) zusammen, um in interdisziplinären Teams gesellschaftsrelevante Fragen zu beantworten. In dieser Kohorte werden sie sich erstmalig gemeinsam mit jungen Nachwuchskräften aus Mitgliedsunternehmen des Initiativkreises verschiedenen Themen widmen, die auch für die Zukunft dieser Region relevant sind. So untersucht eine Arbeitsgruppe, wie im Ruhrgebiet smarte Konzepte in den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität umgesetzt werden können. Eine andere Arbeitsgruppe möchte Potenziale im Ruhrgebiet identifizieren und herausfinden, wie diese aktiviert und gestärkt werden können. Drei weitere Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit  Fake News, der Rolle von öffentlichen Räumen im Zusammenhang mit Menschenwürde und dem Blick auf unterschiedliche menschliche Lebenswelten. Die Teilnehmer arbeiten in ihren interdisziplinären Gruppen für rund eineinhalb Jahre zusammen.

„Der Initiativkreis Ruhr will mit dem engen Schulterschluss zur Wissenschaft dazu beitragen, das große Potenzial des Ruhrgebiets zu heben. Dazu zählt auch, die fünfte Runde der GYF um junge Nachwuchskräfte aus dem Kreis seiner Mitgliedsunternehmen zu erweitern. Ziel der jungen Leute ist es, den Bezug zur Praxis bei der Entwicklung neuer wissenschaftlicher Impulse zu verstärken, gemeinsam an Themen zu arbeiten und Ideen für die Region zu entwickeln“, sagte  Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft und Moderator des Initiativkreises Ruhr.

Sieben Unternehmensvertreter machen mit
Das Netzwerk ist eine Initiative der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) und wird vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in Essen koordiniert. „Vernetzung über Institutionen und Fachgrenzen hinweg ist ein Bestandteil moderner Wissenschaft. Mit der Aufnahme von jungen Nachwuchskräften aus der Wirtschaft in die Global Young Faculty gehen wir neue Wege, um vorhandene Kompetenzen auf eine breitere gemeinsame Basis zu stellen und so den Wissenstransfer zu fördern“, sagte Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR, in dessen Händen die gesamte Organisation der GYF liegt.

Von den 54 Teilnehmern der fünften GYF kommen 17 Nachwuchswissenschaftler von der Ruhr-Universität Bochum, 15 von der Universität Duisburg-Essen und zehn von der Technischen Universität Dortmund. Zwölf Mitglieder stammen von außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus lokalen Wirtschaftsunternehmen. Sie alle verbindet der Wunsch über den eigenen Tellerrand zu blicken, um mit neuen Gedankenansätzen zu neuen Lösungen zu kommen. „Als ein im Ruhrgebiet verwurzeltes Wohnungsunternehmen, möchte Vonovia den interdisziplinären Diskurs zu gesellschaftsrelevanten Themen im Revier aktiv unterstützen. Die Global Young Faculty bietet uns Unternehmensvertretern die außergewöhnliche Möglichkeit dazu, die Forschung mit praxisnahen Impulsen zu ergänzen“, erklärte Jonathan Przybylski, Referent für Nachhaltigkeit bei dem Bochumer Unternehmen Vonovia SE, seine Motivation, in der GYF mitzuarbeiten.

Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für das Ruhrgebiet
„Die Global Young Faculty hat damit einen Ort geschaffen, der einen Kulturwandel im Ruhrgebiet einläutet. Junge Wissenschaftler und Nachwuchskräfte aus der Wirtschaft können jetzt an gemeinsamen Interessen anknüpfen. Ein solches Biotop ist besonders im Ruhrgebiet möglich, das schon eine lange Tradition als Schmelztiegel der Vielfalt hat“, sagte Dr. Oliver Döhrmann, Projektmanager der Stiftung Mercator, die das Netzwerk der GYF bereits seit 2009 unterstützt. Auch Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, sieht die Zusammenführung der Wissenschafts- mit der Wirtschaftswelt durch die gemeinsame finanzielle Unterstützung der Stiftung Mercator und des Initiativkreises Ruhr als regionale Besonderheit: „Die Einbettung der Wirtschaftsvertreter in die Global Young Faculty soll den Wissenschafts- und Wirtschaftsraum für junge Menschen attraktiver und international sichtbarer machen“.

Die Mitglieder schätzen die Teilnahme an der GYF sehr. „Es war eine spannende Zeit und inspirierend, einen Blick auf die Gedankenansätze anderer Wissenschaftler zu bekommen und davon in seiner eigenen Arbeit profitieren zu können“, beschreibt Jun.-Prof. Dr.-Ing. Sulamith Frerich von der Ruhr-Universität Bochum ihre Erfahrungen der vergangenen knapp zwei Jahre in der GYF.

Weitere Informationen zur GYF finden Sie hier.