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Initiativkreis Ruhr diskutiert Energiewende mit Sigmar Gabriel in Bochum

Der Wirtschaftsminister und Vize-Kanzler gratuliert dem Initiativkreis Ruhr zum 25-jährigen Bestehen und würdigt die Unternehmen als „Motoren des Strukturwandels“ / Ruhr-Wirtschaft überreicht Forderungskatalog zur Energiewende an die Bundesregierung

Initiativkreis Ruhr-Moderator Klaus Engel überreicht Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel das Energiepolitische Papier Quelle: Initiativkreis Ruhr, Abdruck honorarfrei

Zum 25-jährigen Bestehen des Initiativkreises Ruhr nahm Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel heute als Ehrengast an der Vollversammlung des Kreises teil. Evonik-Vorstandschef Klaus Engel, der den Initiativkreis seit Oktober 2013 als Moderator führt, empfing den Wirtschaftsminister an der Ruhr-Universität Bochum, wo die Vertreter der 66 Mitgliedsunternehmen zu ihrer Vollversammlung zusammenkamen. In seiner Rede würdigte Gabriel die großen Verdienste des Initiativkreises, der 1989 mit dem Ziel gegründet worden war, den Strukturwandel im Ruhrgebiet zu fördern. „Die Unternehmen des Initiativkreises haben sich bereits in der Vergangenheit als Motoren des Strukturwandels in Nordrhein-Westfalen erwiesen“, sagte Gabriel. „Ihr Engagement wird auch für das Gelingen der Energiewende vor Ort entscheidend sein.“

Als Beispiele nannte der Wirtschaftsminister die InnovationCity Ruhr in Bottrop und die TalentMetropole Ruhr. „Mit diesen guten Ideen geht der Initiativkreis Ruhr die Zukunftsherausforderungen der Region aktiv an“, sagte er. „Dieses Engagement für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Tun begrüße ich sehr.“

Aus Sicht des Initiativkreises ist eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende von entscheidender Bedeutung für die Industriemetropole Ruhr. Wie dies gelingen kann, hat der Kreis in einem Energiepolitischen Papier dargelegt, an dem Energieunternehmen wie Eon und RWE ebenso beteiligt waren wie die stromintensiven Unternehmen thyssenkrupp und Evonik sowie der Energiedienstleister ista. „Wir bekennen uns ausdrücklich zur Energiewende“, stellte Klaus Engel bei der Übergabe des Papiers an Gabriel klar. „Damit unsere Unternehmen diese Energiewende mit gestalten können, ohne ihr dabei selbst zum Opfer zu fallen, bedarf es aus unserer Sicht allerdings einiger Kurskorrekturen.“

Gabriel begrüßte das Papier ausdrücklich: „Die Energiewende ist auf absehbare Zeit eines der wichtigsten wirtschaftspolitischen Projekte in Deutschland. Wir müssen hierfür einen gewaltigen Transformationsprozess vollziehen. Dafür brauchen wir die Innovationskraft von Unternehmen wie hier vor Ort. Ich danke dem Initiativkreis Ruhr für seine konstruktiven Diskussionsbeiträge. Nur in einer gemeinsam mit allen betroffenen Akteuren geführten Debatte können wir zu guten Ergebnissen kommen – energiewirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich.“

Das Augenmerk der Bundesregierung wieder stärker auf das Ruhrgebiet zu lenken, ist eines der zentralen Anliegen des Initiativkreises. „Im Ruhrgebiet leben wir Solidarität, und wir werden auch künftig allen helfen, die unsere Hilfe brauchen“, versicherte Klaus Engel. „Auf Dauer kann das aber nur funktionieren, wenn wir uns unsererseits auch darauf verlassen können, dass die anderen Bundesländer und die Regierung in Berlin auch unsere Interessen und unsere Bedürfnisse nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.“ Als „Weckruf“ bezeichnete Engel in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, wonach drei Viertel der Menschen im Ruhrgebiet das Gefühl haben, die Bundesregierung würde sich nicht ausreichend um die Probleme der Region kümmern.

Heute Abend wird der Initiativkreis Ruhr sein 25-jähriges Bestehen in der Bochumer Jahrhunderthalle feiern. Als Gastredner wird der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Garrelt Duin, erwartet.

Hier finden Sie das Energiepolitische Papier.