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Initiativkreis Ruhr feiert 25-jähriges Bestehen. Festakt in der Jahrhunderthalle Bochum

Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft feierten am Abend des 8. März in der Jahrhunderthalle in Bochum das 25-jährige Bestehen des Initiativkreises Ruhr. Gleichzeitig ist die RuhrGala der traditionelle Anlass, den Moderatorenwechsel zu vollziehen.

Der offizielle Stabswechsel zwischen den scheidenden Moderatoren Bodo Hombach und Erich Staake und deren Nachfolger Klaus Engel und Reinhold Schulte ist vollzogen.

Nach nunmehr zweieinhalb Jahren übergaben Bodo Hombach und Erich Staake die Moderatorenaufgabe offiziell an Klaus Engel und Reinhold Schulte. Der Vorstandsvorsitzende der Evonik Industries AG und der Aufsichtsratsvorsitzende der Signal Iduna AG werden den traditionsreichen Verband nun bis Ende 2015 gemeinsam führen.

Klaus Engel betonte die Zukunftsfähigkeit der Region und des Initiativkreises: „Nach 25 Jahren erfolgreicher Arbeit ist der Initiativkreis heute eine wichtige Kraft in unserer Region und ein einflussreicher Mittler zwischen der Wirtschaft, der Politik, der Wissenschaft und der Gesellschaft in ihrer ganzen Breite. Wenn das Ruhrgebiet auch in Zukunft als wirtschaftliches und industrielles Zentrum florieren soll, wird es nicht ausreichen, die etablierten Unternehmen zu unterstützen. Wir müssen ebenso viel Kraft einsetzen, um neue Unternehmen anzulocken und junge Gründer auf ihrem Weg zur eigenen Firma erfolgreich zu begleiten.“

Historisches Treffen im Apostelsaal
Vor 25 Jahren trafen sich im Apostelsaal des Generalvikariats des Bistums Essen vier, von der Herkunft und der Profession sehr unterschiedliche Männer, zum vertraulichen Gespräch: Der Bischof, der Banker, der Manager und der Gewerkschafter. Der Ruhrbischof, Kardinal Franz Hengsbach, Alfred Herrhausen, Sprecher des Vorstandes der Deutschen Bank AG in Frankfurt, Rudolf von Bennigsen-Foerder, Vorstandsvorsitzender der VEBA AG in Düsseldorf, und Adolf Schmidt, ehemals Vorsitzender der IG Bergbau aus Wattenscheid. Sie entwickelten das Instrument Initiativkreis, das helfen sollte, der Strukturkrise im Ruhrgebiet eine positive Wendung zu geben.

Henry Kissinger als erster Redner des Initiativkreises Ruhr
Der Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger erinnerte sich im Interview mit Fritz Pleitgen an die besondere Bedeutung und die Verdienste von Alfred Herrhausen, einem der Gründer des Initiativkreises, für das Ruhrgebiet: „Alfred Herrhausen war ein Mann mit großen Visionen. Er wusste, dass das Ruhrgebiet nur den Sprung in die Zukunft schafft, wenn es sich verändert und sich anpasst. Bildung und Prosperität gehörten für ihn zusammen. Es ist traurig, dass er den Erfolg seiner Initiative nicht mehr erleben konnte.“ Kissinger wurde von einer Ruhrgebietsdelegation in New York besucht. Er erinnerte sich gern an den Gründer des Initiativkreises. Die 300 Gäste des Abends waren von seiner Darstellung der Gründung des Initiativkreises tief beeindruckt.

Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin lobte die Initiative und mahnte gleichzeitig ihre Zukunftsfähigkeit an: „Die Zukunft des Ruhrgebiets liegt in Wissen und Kreativität – gemeinsam getragen von Wirtschaft, Arbeitnehmern, Politik und Wissenschaft. Das Ruhrgebiet hat dafür mit seinen 20 Hochschulen und seinen zahlreichen Forschungs-instituten außerhalb von Universitäten exzellente Voraussetzungen – auf der Basis einer Industrie mit hohem technologischem Standard. Die Landesregierung setzt sehr auf das Engagement des Initiativkreises Ruhr und des gesamten Ruhrgebietes. Am Ziel des Initiativkreises wird nicht gerüttelt: Das Ruhrgebiet als innovatives Zentrum für Industrie, Handel, Forschung und Dienstleistungen im nationalen, europäischen und internationalen Wettbewerb zu positionieren.“

Es ist das Erfolgsgeheimnis des Initiativkreises, dass er sich immer wieder den Herausforderungen der Zeit gestellt hat. Die Region hat sich in den letzten 25 Jahren gewandelt. Der Initiativkreis ebenfalls. Die Mitgliedsunternehmen der ersten Stunde kamen fast ausschließlich aus der Energiewirtschaft und der Montanindustrie. Heute ist die Mitgliederstruktur vielfältiger und interessanter geworden. „Heute sind fast alle Wirtschaftszweige im Initiativkreis vertreten. Immobilienunternehmen sind ebenso Mitglied wie die Logistikfirmen. Wir haben führende Handelshäuser und erfolgreiche Finanzunternehmen in unseren Reihen. Dienstleistungsanbieter und Unternehmensberater gehören wie selbstverständlich dazu. Das ist ein großer Erfolg. Das müssen wir fortsetzen“, betont Reinhold Schulte, Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr.

Den Gründungsauftrag immer neu definiert
Im Jahr 2007 formierte der Initiativkreis seinen Gründungsauftrag mit dem Projekt Zukunft Ruhr2030 neu. Diese Strategie, seinerzeit entwickelt von den Moderatoren Dr. Werner Müller und Dr. Winfried Materna, ist heute immer noch wichtiges Credo für den Kreis. Der individuelle Einsatz der Mitglieder, das hohe gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein und die daraus resultierende nachhaltige Selbstverpflichtung eines jeden Mitglieds: Das bleibt das Erfolgsgeheimnis des Initiativkreises Ruhr.