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Ulrike Nixdorff

Berufsberatungsmanagement – Coaching zur Begleitung von Hauptschülern

Ulrike Nixdorff, Schule am Hexbachtal

Kein Talent ungesehen zu lassen, dieser Anspruch steckt hinter dem Engagement von Ulrike Nixdorff. Sie leitet seit 2001 eine der beiden verbliebenen Mülheimer Hauptschulen, die Schule am Hexbachtal. Sie möchte vor allem die Stärken ihrer Schüler fördern und ihr Vertrauen gewinnen und hat hierfür ein Konzept entwickelt, durch das die Schüler innerhalb ihres familiären Umfelds wahrgenommen werden.
Ab der 5. Klasse finden in regelmäßigen Abständen Gespräche zwischen Schülern und Lehrern oder Sozialarbeitern statt. Dort lernen die Schüler immer mehr, klare persönliche Ziele zu formulieren. Sie treffen auf ein Interesse an ihrer Person und an ihren außerschulischen Problemen, was den Jugendlichen dabei hilft, familiäre Frustrationen zu überwinden und Druck aus dem Elternhaus abzubauen. Die Schüler entwickeln durch die Gespräche ein Gefühl dafür, für sich herauszufinden, worin sie besonders gut sind und was sie interessiert, ein erster wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit vom Elternhaus.
Langfristig möchte Ulrike Nixdorff den Kindern den Übergang ins Berufsleben ebnen. Durch das Interesse seitens der Schule und das ständige Angebot an persönlicher Beratung finden die Schüler der Mülheimer Hauptschule tatsächlich einfacher Zugang zur Arbeitswelt: die Übergangsquote liegt bei vierzig Prozent – früher waren es zehn Prozent. Nicht selten setzt sich Ulrike Nixdorff persönlich bei potenziellen Arbeitgebern für einen Ausbildungsplatz ein.
Der hohe Zusammenhalt an der Schule zeigt sich auch, wenn fast 90 Prozent der Eltern und Kinder regelmäßig den Fördersprechtag nutzen. Gängigen Vorurteilen gegenüber Hauptschülern tritt Ulrike Nixdorff mit einer klaren Haltung entgegen, die sie ihren Schülern vermittelt: „Wir sind wer und wir können etwas!“. Diese wird durch klare Regeln geschaffen, beispielsweise ist das Tragen von Jogginghosen außerhalb des Turnunterrichts verboten.
Ihre hohe wertschätzende Haltung gegenüber den Schülern bringt Ulrike Nixdorff und der Schule große Anerkennung von außen ein. Persönlicher Hintergrund für ihr Engagement ist ihre eigene Erfahrung als Arbeitertochter aus dem Essener Norden, die sich nur durch den kuragierten Einsatz ihrer Mutter und einer Lehrerin auf dem Gymnasium wiederfand. Ihr selbst war immer klar, dass sie Lehrerin wird. Heute bereitet es Ulrike Nixdorff Freude, Schülern mit erschwerten Rahmenbedingungen dabei zu unterstützen, langfristig ein Selbstvertrauen in die eigenen Stärken und Talente aufzubauen.

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