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Das war der ruhrSUMMIT 2020


28. Oktober 2020

Am 27. und 28. Oktober kamen auf dem ruhrSUMMIT Startups und Unternehmen zusammen, um sich auszutauschen und ihr Netzwerk zu erweitern. Der Initiativkreis Ruhr war Mit-Initiator und Hauptsponsor der fünften Auflage, die wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal digital stattfand.


Über die Konferenz

Der ruhrSUMMIT ist Deutschlands größte B2B-Startup-Konferenz. Zwei Tage lang treffen innovative Gründer aus aller Welt auf namhafte Unternehmen und Investoren. Der Inititativkreis Ruhr hat den ruhrSUMMIT mit ins Leben gerufen und ist als Hauptsponsor bereits zum fünften Mal ein bedeutender Teil des Events. Auf der Gründerallianz Ruhr-Stage erwartet die Teilnehmenden am 27. und 28. Oktober ein abwechslungsreiches Programm mit tollen Gästen und spannenden Formaten, die alle Möglichkeiten der neuen Medien voll ausschöpfen.  Denn wegen der Corona-Pandemie setzt die Konferenz in diesem Jahr vor allem auf digitale Inhalte.

Die verschiedenen Formate finden dabei auf verschiedenen „Stages“ der Plattform statt, zwischen denen die Teilnehmenden frei wählen können. So sind auf der „Main Stage“ beispielsweise Keynotes, Insight Talks und Panel Discussions mit ausgewählten Highlight-Speakern als LiveStream aus der Jahrhunderthalle in Bochum zu sehen. Die „Pitch Stage“ und das „Match Making“ warten mit interessanten Optionen zur Knüpfung neuer Kontakte und Geschäftspartnerschaften auf, während in der „Expert Lounge“ Interessenten nach vorheriger Anmeldung persönliche Gespräche mit Experten zu allgemeinen Gründungsthemen führen können. Im Rahmen einer virtuellen Expo stellen sich darüber hinaus zahlreiche Start-ups, Unternehmen und Investoren mit einem digitalen Messestand dem internationalen Publikum vor. Eine Übersicht aller wählbaren Programmpunkte und Formate ist auf der Homepage des ruhrSUMMIT 2020 einsehbar.

Auf dieser Magazin-Seite gibt es tägliche Updates und Berichte von der Gründerallianz-Stage, für die wir zusammen mit unserem Leitprojekt Wirtschaft, der Gründerallianz, ein buntes Programm auf die Beine gestellt haben. 

Mehr dazu ist auch in der Pressemitteilung zum ruhrSUMMIT nachzulesen. 


28. Oktober

Sarah Wurzer (Gründerallianz) interviewt die beiden Gründer Sebastian Galla (brandneo GmbH) und Ruben Dahmen (WAYS GmbH). (Foto: Gründerallianz)

Pott Podcaster

Die Gründerallianz befragt zwei prominente Podcaster aus dem Ruhrgebiet nach ihren besten Stories und ihrer Einschätzung, wo wir als Startup-Ökosystem stehen. 

Ruben Dahmen, CEO und Co-Founder der Innovationsschmiede WAYS: „Wir möchten mit unseren Podcasts natürlich Einblicke geben, was wir eigentlich alles tun. Gleichzeitig wollen wir aber auch unserem Netzwerk oder interessanten Unternehmen eine Stimme geben, die mit uns über Transformation reden."

Sebastian Galla ist Gründer von der Kreativ-Agentur brandneo und betreibt nebenbei den überaus erfolgreichen Instagram-Kanal agentur_boomer. „Mit agentur_boomer nehmen wir das mittelständische Agenturleben ein bisschen auf die Schippe und zeigen auch, wo die Reise hingehen kann, wenn man mit Themen wie New Work zu tun hat."


Paralympics-Gewinner David Behre spricht über seinen einzigartigen Lebensweg und welche Rolle Motivation dabei spielt. (Foto: David Schäfer)

Sprint to life! Die Geschichte eines Paralympics Gewinners

David Behre verliert im Alter von 20 Jahren bei einem Unfall beide Unterschenkel. Noch im Krankenhaus fasst er den Entschluss, Profisportler zu werden - und ist 2015, acht Jahre nach seinem Unfall, Sprint-Paralympics-Weltmeister. Wie er dieses Ziel erreicht und wie er sich auch in schwierigen Zeiten motiviert hat, erzählt er in seiner Geschichte „Sprint back to life”.

Behre: „Wir Menschen leben in der Illusion, alles kontrollieren zu können. Momentan merken wir, dass dem nicht so ist. Wie geht man mit solchen Situationen um? Akzeptanz. Weiter mutig bleiben und das große Ganze nicht aus den Augen verlieren." Sein Rat: Sucht euch inspirierende Figuren, nach deren Vorbild ihr mit schwierigen Situationen umgehen möchtet."

 

 


Marie Träger (Prinzträger), Janna Prager (Impact Hub Ruhrgebiet GmbH) und Katharina Schmidt (Sperling-Bags) sprechen über ihren Weg zum Female Founder. (Foto: David Schäfer)

Female Founders: how she did it!

Es gibt viele tolle und erfolgreiche Gründerinnen im Ruhrgebiet und NRW. Es könnten aber ruhig noch ein paar mehr werden! Also schnell einschalten, wenn Katharina Schmidt von Sperling-Bags und Marie Träger von PRINZTRÄGER erzählen, was es braucht, um ein Unternehmen aufzubauen und wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt hat.

Mehr Frauen Mut zu machen, den Schritt ins Unternehmertum zu wagen, ist Ziel der Female Founders Ruhr. Die Veranstaltungsreihe wurde von Carmen Radeck, Gründerin von Ruhrgruender.de, und Janna Prager, Mitgründerin vom Impact Hub Ruhr, ins Leben gerufen, um Gründerinnen im Ruhrgebiet und darüber hinaus mehr Sichtbarkeit zu geben und ein Netzwerk zu bilden. Der Initiativkreis Ruhr unterstützt die Veranstaltungsreihe.

 

 


Marc Röbbecke (Design Metropole Ruhr) spricht mit Jume Lee, Enrico Westrup (beide WMD Haushaltshilfe) und Anika Freytag (hello.you studio) über die ersten gemeinsamen Projekte. (Foto: Initiativkreis Ruhr)

Salon des Créateurs - Startup meets Design

Designorientiertes Denken ist bei der Erstellung von Produkten und Prozessen unabdingbar. Lernt beim Salon des Creatéurs, warum das wirklich so ist und wie die Zusammenarbeit zwischen Startup und Designagentur funktionieren kann. 

Hintergrund ist die Erkenntnis, dass Design schon in der Entwicklungsphase von Produkten und Dienstleistungen eine essentielle Rolle spielt. International erfolgreiche Unternehmen wie Airbnb, Stripe, MailChimp und nicht zuletzt Apple haben es vorgemacht: Startups, die bereits in den Anfängen mit Designern zusammenarbeiten, entwickeln zielgenauer, strategisch wirksamer und letztendlich erfolgreicher. Das möchten die Initiatoren mit dem Salon des Créateurs hier in der Region unterstützen.

Die fünfte Runde des Wettbewerbs der Design Metropole Ruhr und des Initiativkreises Ruhr fand unter Corona-Bedingungen im Dortmunder U statt. Fünf Startups kämpften um die Gunst der Jury. Der zivilgesellschaftliche Ansatz der beiden Gründer von WMD Haushaltshilfe gab diesmal den Ausschlag. Gemeinsam mit der Agentur hello.you studio werden sie ihre Marke in den nächsten Monaten weiterentwickeln. 


Der glückliche Gewinner Dr. Stefan Krausz (pixolus GmbH) und sein zukünftiges Business-Date Henrik Hahn (Evonik Digital). (Foto: David Schäfer)

Startup Herzblatt - Ruhrpott Edition

1 Corporate, 3 Startups - eine Wand, die sie trennt. Willkommen beim Gründerallianz Ruhr Herzblatt! Henrik Hahn von der Evonik Digital GmbH sucht sein Perfect Match - wer wird sein Herzblatt sein?

Es traten gegeneinander an: Dr. Stefan Krausz vom Bilderkennungsstartup pixolus GmbH, Florian Knobbe von gapcharge und Matthias Hoffmann von Grubengold. Am Ende konnte pixolus mit souveränem Auftreten und smarten Antworten überzeugen. Das Startup freut sich nun über ein Business Dinner auf dem Weltkulturerbe Zollverein.


Ibrahim Kalkan ist bei der Gelsenwasser AG für Strategie und Organisation zuständig. (Foto: David Schäfer)

Meet the Corporates

Wie findet man den richtigen Ansprechpartner im Unternehmen, um seine Ideen zu pitchen? Welche unterschiedlichen Kooperationsformen gibt es und welche ist am besten für mein Startup geeignet? Worauf legen Corporates im Erstgespräch ganz besonders viel Wert? 

Catharina Müller-Buschbaum von der Evonik Digital GmbH und Ibrahim Kalkan von GELSENWASSER stehen Ersin Üstün und den Teilnehmern des ruhrSUMMIT Rede und Antwort. 

Ibrahim Kalkan weiß: „Es geht uns bei Startups darum, unser Lösungsportfolio zu erweitern und nicht zu ersetzen. Unsere Strategie bei der Zusammenarbeit mit Gründern: Selbst anpacken und einfach mal machen lassen. Dieser freie Ansatz gibt den Startups die Möglichkeit, kreativ Problemlösungstrategien zu entwickeln und zeigt die für uns wichtigen Kompetenzen."


Stefan Weber (Initiativkreis Ruhr) und Dr. Maximilian Rowoldt (Tengelmann Ventures), Jacob Fatih (Crealize) ist via Zoom zugeschaltet. (Foto: David Schäfer)

Bootstrapped vs VC Financed - Welche Investition passt zu meinem Startup?

Die Finanzierung eines Startups ist ein essentielles aber oft auch ein lediges Thema für aufstrebende Gründer. Doch welche Art der Finanzierung zahlt am besten auf die Struktur und die Ziele des Startups ein? 

Jacob Fatih ist CEO von Crealize und hat zahlreiche weitere Startups gegründet, darunter das Fitnessstudio FitX. Nach einer beispiellosen Karriere möchte er jetzt andere Startups unterstützen: „Das Ruhrgebiet hat so viel Potenzial für Gründer. Mein Tipp: Wenn ihr studiert habt und nicht den Job findet, den ihr sucht, schafft euren eigenen Job! Baut eure Idee aus und fangt an zu gründen! Und dann meldet euch bei Crealize!"

Auch Dr. Maximilian Rowoldt von Tengelmann Ventures bietet seine Hilfe an: „Einfach anschreiben! Ich merke häufig, dass viele Startups sich nicht trauen, den ersten Schritt zu machen. Unsere Tür steht euch offen! Wir hören gerne von euren Ideen und bieten auch ein gemeinsames Brainstorming an."


27. Oktober

Ersin Üstün (Gründerallianz Ruhr), Stephan Kuester (Startup Genome) und Jannis Gilde (Bundesverband Deutsche Startups e.V.) diskutieren online über das Startup-Ökosystem Ruhrgebiet.

Das Startup-Ökosystem

Ziel der Gründerallianz Ruhr ist es, die Akteure des Startup-Ökosystems zu vernetzen und Transparenz zu schaffen. Letztere schaffen auch der Bundesverband Deutsche Startups und Startup Genome, die mit ihrer Forschung und der Analyse von unter anderem dem Gründerökosystem Rhein-Ruhr Entwicklungen und Trends erkennen und diese in einen internationalen Kontext setzen. 

Jannis Gilde, Projektleiter beim Bundesverband Deutsche Startups e.V., sieht die Stärken des Ruhrgebiets vor allem in der hohen Universitätsdichte und bei essentiellen Themenfeldern wie Cyber Security, Logistik und Gesundheit. Gleichzeitig sei durch Corona die Zeit reif, den Sprung ins digitale Business zu wagen und das Ökosystem Ruhrgebiet so auf die internationale Karte zu heben. 

Stephan Kuester von Startup Genome ist sich sicher, dass der globale Reset kommen wird. Der Experte glaubt aber fest daran, dass das Ruhrgebiet innnerhalb weniger Jahre zu einem Global Player werden kann. Die Startups von heute könnten und müssten von dem Fakt profitieren, dass ein allgemeines Umdenken geschehe, so Kuester. 

Das Fazit: Innovation wird jetzt mehr denn je gebraucht. Eine besondere Chance für Startups liegt im industriell geprägten Ruhrgebiet im Geschäft mit Unternehmen (Business-to-Business, kurz: B2B).


Vor beeindruckender Kulisse stellen die Vertreterinnen und Vertreter der Gründerszene ihre Ideen und Visionen vor. (Foto: IR)

Get on the train - Meet the Startup Ecosystem Ruhr

Initiativkreis Ruhr und Gründerallianz Ruhr haben sich im Vorfeld des ruhrSUMMIT etwas einfallen lassen: In einer Bimmelbahn ging es bei strahlendem Sonnenschein mit den Partnern aus der Startup-Szene über das Gelände des UNESCO-Welterbes Zollvereins. Dabei sprachen die Teilnehmenden über das Ruhrgebiet als Top-Region für Startups und ihre eigenen Projekte.

Jessica Büttner, Incubation & Communication Managerin bei der Innovationsplattform für Logistik Startups Startport: „Viele internationale Industrieunternehmen  haben ihren Sitz im Ruhrgebiet. In dem Sinne verstehen wir Logistik weniger als eigene Branche und mehr als eine Verbindung zwischen den Branchen. Darüber hinaus haben wir mit dem Duisburger Hafen den größten Binnenhafen Europas, was uns vor viele Herausforderungen stellt. Das bedeutet: Mehr als genug Ansatzpunkte für Logistik Startups!"

Frank Speer, HUB Manager bei der Business Metropole Ruhr: „Internationale Startups haben drei gute Gründe, um ins Ruhrgebiet zu kommen. Erstens haben wir den Markt. Die Metropole Ruhr bildet gewissermaßen die größte Stadt Deutschlands, wo zahlreiche Industriegiganten ansässig sind. Zweitens haben wir die höchste Universitätsdichte in Europa, an kreativen Köpfen und qualifizierten Arbeitern mangelt es also nicht. Und drittens werben wir mit einer bezahlbaren und dennoch hohen Lebensqualität, was anderen Hotspots eventuell fehlt. Diese Umstände werden uns in Zukunft sehr nützlich sein." 

Also los: Fahrkarte ziehen, einsteigen und einige Macher aus dem Gründerökosystem Ruhr kennenlernen!


Mirco Grübel, Gründer des Handwerker-Startups Myster. (Foto: David Schäfer)

Kaffee und Kuchen - Success Startups from the Pott

Das Ruhrgebiet hat zahlreiche Startup-Erfolgsgeschichten zu erzählen! Bei unserem Panel „Success Startups from the Pott” berichten Daniel Marx von UNIQ, Mirco Grübel von Myster und Anna Yona von Wildling Shoes über ihre Erlebnisse: Wie haben sie ihre Unternehmen aufgebaut und finanziert? Wie beurteilen sie die Region Ruhr als Gründerstandort? Und was waren die High- und Lowlights ihrer Gründergeschichte?

Natürlich spielte auch das Thema Corona eine Rolle. Mirco Grübel fand deutliche Worte: „Das was mich immer am weitesten gebracht hat, waren die Krisen. Es gab natürlich Momente, an denen ich am liebsten gar nicht aufstehen wollte. Wenn du diese Zeiten aber überlebst und kritisch darauf zurückblickst, dann weißt du, dass dich so etwas persönlich viel weiter gebracht hat als dieser oder jener Erfolgsmoment." 


Der ruhrSUMMIT auf Social Media

Welches Programm erwartet die Besucherinnen und Besucher der digitalen Konferenz und was sind die Ergebnisse des Gründerevents? Auf den Social-Media-Kanälen des Initiativkreises Ruhr, des Jungen Initiativkreises und der Gründerallianz Ruhr berichten wir aktuell von der Gründerallianz-Stage, geben interessante Einblicke und lassen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Wort kommen.

 


Stimmen zur Veranstaltung

  • Auch 2020 stehen wieder Startups mit innovativen Lösungen im absoluten Mittelpunkt des ruhrSUMMIT. Besonders der Austausch der Teilnehmer untereinander steht dabei ganz oben auf unserer Agenda. Unser Ziel ist es, Innovatoren und Macher erfolgreich zusammenzubringen – getreu unserem Motto ‚Meet scalable B2B-Start-ups!'

    Oliver Weimann, Geschäftsführer des ruhrHUB

  • Wir zeigen auf der Gründerallianz-Stage die ganze Bandbreite unserer Arbeit: vom Data Hub Ruhr über den Salon des Créateurs bis hin zu den Female Founders. Zudem bringen wir hochrangige Firmenlenker aus unserem großen Unternehmensnetzwerk auf die Bühne. Das Ruhrgebiet ist B2B-Region, und das soll der ruhrSUMMIT 2020 auch zeigen.

    Britta Dombrowe, Initiativkreis Ruhr

  • Die Corona-Pandemie stellt insbesondere Gründer vor enorme Herausforderungen. Jetzt müssen alle Akteure an einem Strang ziehen, damit das Startup-Ökosystem im Ruhrgebiet diese große Bewährungsprobe besteht. Der ruhrSUMMIT 2020 kann dafür ein international sichtbares Signal setzen. Dazu wird der Initiativkreis Ruhr als Mit-Initiator und Hauptsponsor zum fünften Mal in Folge seinen Beitrag leisten.

    Dirk Opalka, Geschäftsführer Initiativkreis Ruhr GmbH

  • Was ich zur Eröffnung des ersten ruhrSUMMIT 2016 gesagt habe, gilt heute mehr denn je: Hier pulsiert das Gründer-Herz. Beim ruhrSUMMIT 2020 im digitalen Format kann das Ruhrgebiet sein großes Potenzial nun auf einer internationalen Bühne beweisen.

    Dr. Thomas A. Lange, Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr und Vorsitzender des Vorstandes der NATIONAL-BANK

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