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Gründerallianz Ruhr unterstützt das Ruhrgebiet auf seinem Weg zum weltweit bedeutenden Hotspot für B2B-Data-Startups


15. März 2021

Das Ruhrgebiet wird zum führenden Industriedaten-Hotspot von internationalem Rang: Startups aus aller Welt entwickeln auf Basis bislang ungenutzter Datenschätze aus der Industrie Lösungen für den Praxis-Einsatz. Dieses Ziel hat sich die Gründerallianz Ruhr für die kommenden drei Jahre gesetzt. Der Initiativkreis Ruhr hat gemeinsam mit seinen Partnern RAG-Stiftung, RAG Aktiengesellschaft und Evonik Industries die Verlängerung des Gründerallianz-Programms mit einem Schwerpunkt auf dem Data Hub Ruhr bis zum Ende des Jahres 2023 vereinbart. Als weitere Partner haben die Initiatoren der Gründerallianz Ruhr das Wohnungsunternehmen Vonovia sowie die RAG-S Innovation, eine Tochter der RAG-Stiftung, gewonnen.
Die Gründerallianz geht in eine neue Runde. Mit einer neuen Vision, neuen Zielen und neuen Partnern. (Foto: Gründerallianz Ruhr)

Die Gründerallianz Ruhr war 2018 mit dem Auftrag gestartet, die Startup-Szene der Region zu fördern. Das Programm bietet einen Überblick über das Startup-Ökosystem Ruhr und unterstützt Gründer mit einem starken Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie mit Networking-Veranstaltungen und Weiterbildungs-programmen. „Heute ist im Ruhrgebiet ein lebendiges Startup-Ökosystem entstanden, das mit seinem starken Fokus auf B2B, also Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen, aktuell selbst der Corona-Pandemie trotzen kann“, sagt Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH. „Der Data Hub Ruhr, in dem praxisorientierte Ideen reifen und handfeste Geschäftsbeziehungen zwischen Startups und Unternehmen entstehen, ist ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung. Deshalb wird sich die Gründerallianz Ruhr neben Transparenz und Vernetzung künftig noch stärker auf B2B-Data konzentrieren.“

Die nächste Auflage des Data Hab Ruhr-Programms wird im Mai 2021 starten. Interessierte Unternehmen haben jetzt noch die Möglichkeit, konkrete datenbezogene Anwendungsfälle oder Problemstellungen an eine weltweite Startup-Community auszuschreiben.

Die Gründerallianz Ruhr verleiht der Transformation des Ruhrgebiets zusätzlich Schub
„Die Gründerallianz Ruhr ist eines der schlagkräftigsten Projekte, wenn es darum geht, jungen Gründerinnen und Gründern Perspektiven im Ruhrgebiet zu verschaffen. Außerdem verleiht sie der Transformation unserer Region zusätzlichen Schub. Durch die gesicherte Finanzierung der Gründerallianz Ruhr in den kommenden drei Jahren erhalten die Initiative und ihre erfolgreich angestoßenen Projekte die so wichtige Planungssicherheit“, so Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung. 

Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung und unter anderem zuständig für deren Förderaktivitäten, sagt: „Als Hauptförderer der Gründerallianz und als großer Hochschulförderer ging es uns von Anfang an auch darum, Startups mit etablierten Unternehmen zusammenzubringen. Deren Industriedaten sind für Gründerinnen und Gründer sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine wertvolle Basis für Hochschulausgründungen. Ich freue mich sehr, dass die Gründerallianz ihre bereits etablierte Arbeit nun fortsetzen und damit weiterhin zur erfolgreichen Transformation des Ruhrgebiets beitragen kann.“ 

Die Gründerallianz Ruhr hat bereits ein Netzwerk mit mehr als 700 internationalen Data-Startups aufgebaut
In den vergangenen drei Jahren hat der Data Hub Ruhr im Zuge von drei Ausschreibungsrunden („Batches“) konkrete Problemstellungen der teilnehmenden Unternehmen veröffentlicht, auf die sich Startups aus der ganzen Welt bewerben konnten. In einem dreimonatigen Kooperationsprogramm entwickelten die Partner anschließend auf der Basis von realen Unternehmensdaten Geschäftsmodelle. Auf die insgesamt 18 ausgeschriebenen Anwendungsfälle von zehn verschiedenen Unternehmen – neben anderen Evonik, Kolumbus, Net Connect Germany, RAG, Vivawest, Vonovia, oder die Stadtentsorgung Herne – bewarben sich insgesamt mehr als 500 Startups aus 39 Ländern. Die Anwendungsfälle reichten dabei von Themen des Nachbergbaus und datenbasierter Landwirtschaft über Fehlererkennung und -behebung bei der Gas- und Energieplanung bis hin zu Immobiliensanierung und Rechnungsprüfung. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Gründerallianz Ruhr eine Datenbank mit mehr als 700 internationalen Data-Startups erarbeitet. Diese sollen intensiv gefördert und betreut werden.

Durch die Zusammenarbeit im Data Hub Ruhr werden Wettbewerbsvorteile geschaffen – für Startups und Unternehmen
„Gerade im Ruhrgebiet als Deutschlands stärkster Industrieregion bieten sich enorme Chancen für erfolgreiche Kooperationen zwischen Startups und Unternehmen“, sagt Christian Lüdtke, Gründerkoordinator Ruhr und Geschäftsführer von Digitalberatung und Company Builder etventure. „Die teilnehmenden Unternehmen im Data Hub Ruhr haben verstanden, dass durch die Zusammenarbeit mit Startups echte Wettbewerbsvorteile geschaffen werden. In den nächsten drei Jahren wollen wir das Ruhrgebiet zum internationalen Kompetenzzentrum für B2B-Data-Startups ausbauen.“

Bereits mehrfach entstand aus der dreimonatigen Projektphase eine langfristige Zusammenarbeit. Eines von vielen Beispielen ist das Startup adiutaByte, das 2019 am Data Hub Ruhr teilnahm, um mit den Entsorgungsbetrieben der Stadt Herne die regionale Sperrmüllentsorgung zu digitalisieren. Innerhalb von drei Monaten konnte adiutaByte eine Software für automatisierte Routenplanung der Fahrzeugflotte entwickeln und durch optimierte Touren die Wartezeit der Bürger von bis zu sechs Wochen auf unter zwei Wochen verkürzen. Auch die gefahrene Kilometerzahl der Abholfahrzeuge reduzierte sich um 30 Prozent. Vanessa Wolff, Co-Gründerin von adiutaByte, zeigt sich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit: „Wir sind seit dem Projekt mit Herne verstärkt im Entsorgungs-Sektor aktiv, und es haben sich daraus bereits weitere Projekte mit den Städten Berlin und Köln ergeben. Der Data Hub hat uns einen neuen Geschäftszweig eröffnet und mit entscheidenden Partnern verbunden.“ 

„Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, wie hilfreich und fruchtbar die Zusammenarbeit für beide Seiten ist – sowohl für die Startups als auch die Unternehmen“, so Alexander Weihe, Bereichsleiter Innovation & Business Building bei Vonovia. „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen erfolgreichen Weg nun als Projektpartner gemeinsam mit der Gründerallianz Ruhr weitergehen und das Ruhrgebiet als Innovationstreiber etablieren.“

Die Gründerallianz will dieses Potenzial nun weiter erschließen und damit sowohl regionale Gründer stärken als auch internationale Startups auf die Region aufmerksam machen. 
 

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